Eine Zäsur für den ASV Schrems. Über die Abgänge von Thomas Masch und Patrick Binder in Schrems

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 12. Januar 2021 (15:14)

Was jetzt passiert ist, wollte sich der ASV Schrems auf Etappen antun. Erst der Trainerwechsel, dann im Sommer der Umbau im Kader – vor allem in der Abwehr, wenn Thomas Masch und Patrick Binder aufhören. Dass beide jetzt gewechselt sind, bringt den ASV in eine Situation, die einer OP am offenen Herzen gleichkommt. Gerade die Defensive war der Part der Mannschaft, um den man sich in den vergangenen Jahren nicht allzu viel kümmern musste, der grosso modo praktisch immer funktionierte.

Dazu kommt der Mannschaft und dem Verein mit Thomas Masch eine Identifikationsfigur abhanden. Der 34-Jährige spielte mehr als 13 Jahre für den ASV, war Kapitän. Es sah lange danach aus, als würde er seine Karriere einmal hier beenden und dann im Vorstand weitermachen. Das Umdenken kam erst vor einem Jahr, als Masch in der Sportleiter-Debatte nicht weiter berücksichtigt wurde, sich komplett aus dem Vorstand zurückzog. Seitdem reifte der Wechselwunsch.

So oder so. Zunächst einmal muss die sportliche Aufgabe gelöst werden – und die wird für die Neo-Trainer Jürgen Prüfer und Patrick Wunsch gleich zu einer Hauptmission. Mit der Eingewöhnungsphase im Frühjahr wird es nichts werden.