Gut ist offenbar, was schlecht ist. Markus Lohninger zum Defizit in der Kommunikation in Sachen Unterwasserreich

Von Markus Lohninger. Erstellt am 06. September 2017 (02:56)

Aus der Kasse des gemeindeeigenen Unterwasserreichs verschwindet ein Viertel eines Jahresumsatzes. Zwei Jahre lang erfährt aber niemand außer dem Staatsanwalt und einem Häufchen Politiker davon, bis die Sache in den Gemeinderat muss, damit dieser das Geld zum Ausgleich des Schadens locker macht. Was auch die Spitzen der Schremser SPÖ zu dieser Geheimniskrämerei über einen solch langen Zeitraum veranlasst hatte, es schuf völlig unnötig – die Genossen hatten sich grundsätzlich ja nichts vorzuwerfen – den Eindruck, dass da irgendwas zu vertuschen war.

Die andere Seite: Manche Leute lieben es offenbar, sich im Verdruss über eine Region zu suhlen, in der sowieso tote Hose herrsche, jede Bemühung auf Besserung zum Scheitern verurteilt und daher zwecklos sei. Die Anderswelt wurde auch von der lokalen Bevölkerung zu Grabe getragen. Die größten Skeptiker des Leuchtturmprojektes Sole-Felsen-Bad kamen und kommen aus Gmünd. Das Unterwasserreich wollen seit Anbeginn Menschen zusperren, die nie dort gesichtet wurden und kaum ein objektives Bild darüber haben können. Aktuelle Rabiat-Reaktionen bestätigen das. Das entschuldigt nicht das lange Schweigen. Aber es hilft, es sich irgendwie zu erklären.