Gut, wenn sich alle einsetzten. Über das Polit-Scharmützel zum Kommen fixer Radarboxen

Von Markus Lohninger. Erstellt am 10. Februar 2021 (04:00)

Zwei ÖVP-Politiker, die in einer Gemeinde mit SPÖ-Führung für ein Foto posieren, mit dem sie ihren Erfolg im Bemühen um vier Radarboxen im Gmünder Bezirk kundtun – auch in ebenjener Gemeinde, in der sich der SPÖ-Bürgermeister im Kampf gegen Raser seit Jahren für eine Radarbox einsetzt.

Der Schremser Stadtchef, der den Antrag gestellt hatte, erfährt aus der NÖN von der Zusage. Gewollt oder nicht, das hat in einem VP-dominierten Land und Bundesland natürlich das Zeug dazu, Spannungen zu befeuern.

Der Ortsbevölkerung kann das Scharmützel egal sein: Sie kriegt das, was sie als Minimum forderte – sofern Experten es dort als ideal umsetzbar erachten, wo der Ort es möchte. Alle Anderen werden das Thema ohnehin aus einem anderen Winkel verfolgen: Ihr Wunsch nach Umfahrungen wird da wie dort nicht in absehbarer Zeit erfüllt – sie wissen aber, dass sie im Verkehr bald achtsamer sein oder ins Börsel greifen müssen.

Darauf kommt es an. Gut, wenn sich offenbar alle dafür einsetzten.