20 Jahre NBG sind ein Signal. Markus Lohninger über einen Standort-Nachteil, der kein Hindernis sein muss.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 21. September 2016 (06:34)

Das Bild sieht man hierzulande nicht alle Tage. Zur 20-Jahr-Feier der Glasfaser-Holding NBG strömten gewichtige Entscheidungsträger, Experten und Geldgeber aus vielen Teilen der Welt nach Gmünd – Telekom-Größen feierten neben dem russischen Oligarchen, dem iranischen Selfmade-Millionär oder dem amerikanischen Geschäftsmann im Access-Industrial-Park.

Alleine die Herausforderung, eine Feier wegen der Dichte an nicht deutsch sprechenden Gästen zweisprachig – aber nicht auch auf Tschechisch, sondern auf Englisch – abhalten zu müssen, bestätigt den Erfolg von Karl Bauer & Co in diesen 20 Jahren.

Das Signal an die Region: Ja, uns behindert die Infrastruktur auf Straße, Schiene und im Telekom-Bereich. Weil wir teils Menschen am Bedarf der Region vorbei ausbilden oder sie bei ihrer Ausbildung in der Ferne an Ballungsräume verlieren, haben wir Techniker-Engpässe. Aber selbst in komplexen Segmenten stehen auch uns alle Tore offen!

Es braucht nur ein Produkt in einer möglichst unbeachteten Nische. Es braucht die Gabe, Mitstreiter begeistern zu können. Es braucht vor allem den Mut und die Hartnäckigkeit, Visionen überhaupt erst anzupacken.