Das „Mascherl“ aufpolieren. Über vermeidbaren, nicht aussichtslosen Schremser Postenstreit

Von Markus Lohninger. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:48)

Schrems hat wieder ein politisches Streitthema, und diesmal geht es gar nur ums „Mascherl“ einer Sache: Der Opposition missfällt die Art der ohne Ausschreibung geplanten Nachbesetzung am Stadtamt mit der Tochter einer führenden Politikerin, noch dazu mit Kassenverantwortung.

Streits wie dieser sind es, die Menschen davon abhalten, sich politisch zu engagieren. Aber, abseits jeder Frage zu Politik und Person: Die Optik bietet einfach Raum für Diskussionen. Daran ändert das Wissen nichts, dass die Mutter wohl nie ihre Funktion für einen Job der Tochter einsetzen, oder den Job der Tochter für ihre Interessen missbrauchen würde.

Die Gemeindeführung kann die Entscheidung wegen zu dünner Mehrheit nur mit der Opposition herbeiführen. Es braucht den Konsens. Der mag vielleicht gelingen, wenn der Fall zum Anlass genommen wird, für die Zukunft einen transparenten, optisch sauberen Weg zur Vergabe von Gemeindejobs festzulegen – der am Ende vielleicht genau das gleiche Ergebnis bringt.