Die Jugend braucht Geduld. Über das Jungsein in Corona-Zeiten.

Von Karin Pollak. Erstellt am 18. November 2020 (05:16)

Wenn die ältere Generation davon spricht, dass es im Krieg nicht so schlimm war, wie es jetzt im Jahr 2020 ist, können jene, die die Kriegswirren von Erzählungen kennen, nur staunen.

„Wir waren zwar arm, konnten uns nichts leisten, aber wir waren frei“, erzählt eine 86-jährige Lainsitztalerin, die es ja als Zeitzeugin wissen muss. Damals sei sie jung gewesen, hat die Zeit trotz aller Kriegswirren genossen, getanzt und auch geflirtet. Sie hat das gemacht, was derzeit die Jugend von heute wegen Corona nicht tun kann.

Trotz dieser vielen Einschnitte im Leben, die jetzt nochmals verschärft sind, hält sich der Großteil der Jugend an diese Regeln – ohne großes Aufsehen. Partys, Verlieben und alles, was Jugendliche gerne tun, muss warten. Wie lange diese Geduldsprobe noch dauern wird, das weiß keiner. Bleibt zu hoffen, dass die Jugend nach der Krise wieder befreit durchstarten kann – sie hat das Leben massiv zurückgeschraubt, auch den Alten zuliebe.