FJB: Wichtiger erster Schritt ist getan. Markus Lohninger zur FJ-Bahn-Studie: Übertriebener Jubel, berechtigte Hoffnung

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. September 2016 (06:22)

660 Millionen für das Waldviertel! Mehr Tempo auf der FJB! Gmünd-Wien bald in 90 Minuten! Medien übertrafen sich vorige Woche in Jubelmeldungen zur Aufwertung der FJB.
Genießen wir diesen Moment. Und besinnen wir uns dann auf einst ebenso überzeugt kommunizierte und später klammheimlich verworfene Pläne.

Betrachten wir das Gesagte nüchtern: Der höchste Ausbauschritt der Studie mit Begradigungen ist Voraussetzung für Gmünd-Wien in 90 Minuten. Landesrat Wilfing und ÖBB-Vorstand Bauer halten dessen Realisierung, wie sie sagten, für wenig realistisch und wenig sinnvoll. Wenn dieser teuerste Brocken dann auch in der Studie ohne Zeithorizont deklariert ist, vielleicht von einer irgendwann merkbaren Straßenertüchtigung ins Waldviertel überholt wird: Dann kennen wir die Chancen auf die Umsetzung.

Aber: 25 Jahre nach der letzten FJB-Studie beendeten ÖVP und SPÖ den Stillstand, helfen zusammen, holten die ÖBB ins Boot. Einige der Maßnahmen – besseres Zugmaterial, etwas kürzere Fahrten dank Verbesserungen der Bestandsstrecke oder die Einbindung in die Westbahn – rücken endlich in greifbare Nähe, der Rest kann künftig auf Basis konkreter Unterlagen verhandelt werden. Der wichtige erste Schritt ist getan.