Gräben rasch überwinden. Über die geplatzte Turmsanierung im Naturpark

Von Markus Lohninger. Erstellt am 13. November 2019 (05:00)

Monatelang war die Notwendigkeit einer Nutzungs-Vereinbarung zwischen Marktgemeinde Großpertholz und Naturparkverein für den Boden unterm Aussichtsturm in Scheiben im Raum gestanden, um Haftungsfragen bei nötigen Sanierungsarbeiten zu klären. Nachdem das Thema bereits den Gemeinderat beschäftigt hatte, steht jetzt fest, dass der Turm bis auf Weiteres gesperrt bleiben wird: Der bereit gestandene freiwillige Arbeitstrupp musste tatenlos wieder abziehen, die Zustimmung der Gemeinde platzte.

Verein und Gemeinde wurden in 48 Jahren immer von einer Person – dem jeweiligen ÖVP-Bürgermeister – angeführt. Erst heuer endete die Tradition. Als Schriftführer rückte ausgerechnet der umtriebigste Oppositions-Politiker in den Vorstand auf. Unabhängig von Schuldfragen: Ein Zusammenhang liegt auf der Hand. Gemeinde und Verein müssen an einen Tisch, gemeinsam einen Weg finden. Naturschutz und -erlebnis sind zu wichtig, um über allfällige politische Gräben zu stolpern.