Hart gefallen, und aufgestanden. Über den NBG-Chef und seinen Umgang mit der Vergangenheit.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 09. Oktober 2019 (02:56)

23 Jahre, nachdem er mit einzelnen Gleichgesinnten aus dem sicheren Angestellten-Verhältnis ins Ungewisse ausgebrochen war, und 13 Jahre, nachdem er sein Kerngeschäft in der Not abtreten hatte müssen, hat Karl Bauer einen denkwürdigen Schritt gesetzt: Er hat jene Abteilung von Eaton, die er einst zur Verwirklichung seiner Visionen über die Zukunft der Glasfaser verlassen musste, in seine eigene Firmengruppe NBG aufgenommen. Das Gespräch mit Bauer über die Hintergründe ist kein Gespräch mit jemandem, der Genugtuung oder Stolz wegen diesem Ereignis versprüht.

Er ist nach dem Gang in die Selbstständigkeit rasch aufgestiegen und hart gefallen. Er hat seine Lehren daraus gezogen, sofort wieder vor geblickt und auf ein gesundes Wachstum mit mehreren Standbeinen gesetzt. Bestands-Garantien gibt es nie. Der Deal mit seinem ehemaligen Arbeitgeber ist aber ein weiteres Puzzleteil. Nicht weniger, und auch nicht mehr. Das Waldviertel bräuchte mehr Unternehmer der Marke Bauer.