Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Markus Lohninger über angebliche Pläne am Gesundheits- Sektor nach den Dürrejahren

Von Markus Lohninger. Erstellt am 21. Februar 2018 (02:45)

Jahrelang haben wir Kürzungen am regionalen Spitals-Sektor registriert, Sorgen um Schließungen ganzer Standorte wahrgenommen. Dann kam im Vorfeld der Landtagswahl die Nachricht über fixe Pläne für ein um Grauer-Star-OPs erweitertes tagesklinisches Angebot in Gmünd, nun machen auch Gerüchte über angeblich schon relativ konkrete Ideen für ein „Primärversorgungszentrum“ die Runde – das langfristig zum internationalen Spitals-Standort reifen solle.

Seitens des Landes wird das Rätsel nicht wirklich aufgelöst, das lässt die Gedankenspiele vorerst weiter laufen. 14 solcher ambulanter Gesundheits-Zentren sollen – das ist offiziell – in den nächsten drei bis vier Jahren in Niederösterreich entstehen, in Gmünd bietet sich ein solches in Kombination mit einem Spitals-Neubau tatsächlich an. 14 neue Ärztezentren kosten allerdings Geld, und das muss, wenn es wo dazu kommt, meist woanders weggezwickt werden.

Keine „Verschlimmbesserung“ zu erzielen – das wird also die große Herausforderung bei allfälligen Planungen für Gmünd sein. Nicht, dass beim Überschwappen eines Klinikums ins fröhlich erwartete neue Haus am Ende einzelne Bereiche auf der Strecke blieben…