Museum ist die beste Medizin. Über Abschottungs-Tendenzen im Grenzraum und das Gegenmittel

Von Markus Lohninger. Erstellt am 15. Mai 2019 (05:00)

Große Entscheidungen in Europa stehen an. Schon gewinnen Volksvertreter wieder an Fahrt, die „unser“ Land ein weiteres Stück hin zu Nationalismus, Abschottung, Ausgrenzung oder Egoismus rücken möchten.

Die Stadt Gmünd und mit ihr der Bezirk hat in den vergangenen hundert Jahren mehrfach die Bühne mit den großen geschichtlichen Dramen Europas geteilt – die Weltkriege, die harten Zeiten danach, der Abgrund am Rand der freien Welt.

Vieles davon hatte mit Nationalismus, Abschottung, Ausgrenzung, Egoismus zu tun. Warum es bis weit ins 21. Jahrhundert dauerte, ehe unsere wie kaum sonst in Österreich greifbare Geschichte in ein Museumskonzept gefasst wurde und den Weg ins „Haus der Gmünder Zeitgeschichte“ fand, das ist jetzt nebensächlich. Es steht seit Samstag täglich und kostenlos offen. Wie viel auf so kleinem Raum kompakt aufbereitet sein kann, erstaunt. Wenn nur ein Teil davon Eingang ins Weltbild der Besucher findet, dann ist dem Zweck bereits gedient.