Nur auf den ersten Blick gut. Über das Aus für die Waldviertel-Autobahn.

Von Karin Pollak. Erstellt am 30. Dezember 2020 (03:14)

Eine Autobahn, die das Waldviertel an die Ballungszentren anbindet, ist seit Jahrzehnten ein Wunsch vieler. Ein Wunsch, der wieder in der Schublade verschwunden und in der Kategorie „Utopien“ gelandet ist.

Im Gegenzug verteilt die Politik Packerl. Mit ein paar Geschenken. Angeblich sind es 1,8 Milliarden Euro, die Land und Bund in das Straßen- und Schienennetz in der Region investieren. Beim genaueren Blick auf das „Packerl“ macht sich aber gerade im Bezirk Gmünd nur Ernüchterung breit. Denn für das nördlichste Eck Niederösterreichs bleibt nicht viel über – wieder einmal. Den Tagespendlern wird es nämlich egal sein, dass Urlauber mit der Franz-Josefs-Bahn direkt zum Flughafen reisen können oder dass Merzenstein umfahren wird und somit die Groß Gerungser schneller in Linz sind. Die geplanten Spurzusammenlegungen in Karlstift oder im Bereich Großdietmanns/Gmünd machen diese Abschnitte sicherer, schneller vermutlich aber nicht.