Risiken… und Nebenwirkungen. Über überproportional häufige Wickel in der Bezirks-FP

Von Markus Lohninger. Erstellt am 21. August 2019 (05:00)

Im Verhältnis zur Mitgliederstärke ist im Gmünder Bezirk seit Jahrzehnten keine Partei nur annähernd so heftig von Wickeln mit ihrem aktuellen oder früheren Personal konfrontiert wie die FPÖ. Jüngstes Beispiel: ein Rundumschlag des 2017 ausgetretenen Ex-Bezirksobmanns.

Die Aufgaben eines Führers sind bei den Freiheitlichen diffiziler als bei Schwarz, Rot oder Grün (alle anderen Parteien haben im Bezirk gar keine Basis). Er muss gemäßigte Rechtskonservative mit ehrgeizigen Populisten und radikalen Rechten vereinen – und in einer Protestbewegung auch noch generell Unzufriedene, Rebellen oder Quergeister auffangen.

Gerade im ländlichen Raum kommt hinzu, dass Identifikation mit politischen Ideen abseits Rot & Schwarz noch lange nicht zu Politkarrieren führen muss: Jeder kennt jeden, politisches Engagement könnte berufliche oder wirtschaftliche Risiken bergen. Wer sich doch drüber traut, geht eben auch dahin, wo es weh tut – auch wenn es gegen die eigenen Gesinnungsgenossen geht.