Sicherung muss prioritär werden. Über die neue Saison der Schmalspurbahn – und alte Probleme

Von Markus Lohninger. Erstellt am 05. Juni 2019 (05:00)

Kaum ist die Saison der Waldviertler Schmalspurbahn angelaufen, schon hat es das erste Mal gekracht. Damit ist auch die Debatte um die Sicherheit von Kreuzungen der Tourismusbahn wieder neu entfacht: Denn während die ÖBB laufend Bahnkreuzungen entschärfen, bleiben die NÖVOG-Kreuzungen auf der „Schmalen“ im Bezirk großteils nur durch Tafeln gesichert.

Doch während Fahrzeuglenker auf ÖBB-Kreuzungen ganzjährig mit Querverkehr rechnen müssen, ruht die Schmalspurbahn das halbe Jahr – ein Ignorieren der Tafeln bleibt also viel wahrscheinlicher ohne Folgen. Natürlich trifft die Schuld meist den Fahrzeuglenker. Und technische Schutzmaßnahmen wie bei den ÖBB wären für den Betreiber, der viel Geld in die Belebung der „Schmalen“ gesteckt hatte, kaum finanzierbar. Dennoch: Wenn oft erst reagiert wird, sobald etwas geschehen ist, so wurde der Zeitpunkt hier bei zwei Toten seit 2016 ohnehin schon verpasst. Die Gefahr ist da. Es muss was geschehen, damit sie wahrgenommen wird.