Erstellt am 15. August 2018, 02:26

von Markus Lohninger

Kunde darf nicht übrig bleiben. Markus Lohninger zur öffentlichen Anbindung an Linz und zum Umgang damit

Der Ballungsraum Linz rückt mit der Schnellstraße bis Freistadt endlich auch geistig nahe ans Waldviertel, zumal zeitgleich die Anziehungskraft Wiens durch weitere Entfernung, absurde Mietpreise und etwa den Parkpickerl-Schmäh gegen Pendler verblasst. Damit rückt nach ewigem Ärger mit der öffentlichen Anbindung an Wien nun auch die Anbindung an Linz verstärkt in unseren Fokus.

Und da ist das Knäuel an Ungereimtheiten noch dichter gestrickt: Wien liegt in unserem Verkehrsverbund, Linz nicht. Das birgt Abstimmungs-Probleme, wir denken an heillos überfüllte Busse oder lange Umstiege-Aufenthalte im Bushütterl im Nirgendwo bei Sandl (beides nach NÖN-Berichten adaptiert). Dann die jetzt aufgetauchten Fragen um Tickets nach Linz, die gar nicht gelten. Wie kommt es, dass ein Verkehrsverbund im Bus offenbar keine Bustickets mehr, aber doppelt so teure Bahntickets mit Riesenumweg nach Linz verkauft – mit denen man also Schwarzfahrer wird?

Die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsdiensten steigt. Das ist gut so. Noch besser wäre es, wenn Nutzer in ihren Nahbereichen unabhängig von Bundesländergrenzen reisen könnten, ohne Experten für Bus & Bahn sein und Unannehmlichkeiten einplanen zu müssen.

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