Letzte Station ist geschlossen. Bernd Dangl über das Ende der 3. Klasse Hornerwald.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 27. Juni 2018 (02:41)

Schlusspfiff für die 3. Klasse Hornerwald. Nach 23 Jahren gibt‘s die Rote Karte, muss sie vom Feld, weil sie zu wenige Mannschaften hat. Auch Ersatz gibt‘s keinen. Aus und vorbei. Man ist geneigt zu sagen „zum Glück“. Nicht, weil das somit den Exodus der unteresten Klasse im Waldviertler Fußballgeschehen bedeutet, sondern deswegen, weil in den vergangenen Jahren genau jene Mannschaften in der 3. Klasse landeten, die ihr Dahinvegetieren gerade noch um ein paar Augenblicke verlängerten, ehe es endgültig krachte.

Jüngste Beispiele: Göpfritz, der älteste Verein im Waldviertel, und Pölla. Es war aber nicht alles schlecht in der oft belächelten 3. Klasse, wo sich Kicker tummelten, die ihre Fußballer-Pension zelebrierten oder solche, die zwar gerne Sport machen, aber deren fußballerisches Talent nicht für mehr reichte.

Japons ist ein gutes Beispiel. Nach dem Wagnis 2. Klasse hat man sich dort mittlerweile etabliert. Oder die 3. Klasse-Rekordchampions Brunn und St. Leonhard, die vorigen Sommer den Sprung wagten. Sie alle sind Vorbild für die Vereine, die nun freiwillig, oder aber auch unfreiwillig, in der 2. Klasse antreten (müssen). Man muss nicht Kanonenfutter sein – es kann dort auch Spaß machen.