Luxusproblem am Wahltag. Über schwere Wahl-Entscheidungen in Zeiten von Polit-Harmonie.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:35)

Anspannung, Unruhe, gegenseitiges Misstrauen lagen 2015 in der Luft, als Gmünds Gemeinderat gewählt wurde, die SPÖ als stärkste Fraktion von den anderen aus dem Bürgermeister-Amt gedrängt wurde. Fünf Jahre später war die „Elefantenrunde“ zur Wahl 2020 frei von Polemik, parteiideologisch zugespitzter Schwarzmalerei oder Sticheleien. Die VP/AfG/FP-Koalition versprühte Besonnenheit, auch SP-Spitzenkandidat Miksch ließ frühere Reibungspunkte mit der Koalition allesamt unerwähnt. Das Streitlevel hat sich einfach nach unten bewegt, genauso wie sich die Bezirkshauptstadt insgesamt rauf bewegt hat – beides wohl als Verdienst aller Fraktionen, die nahezu alle Entscheidungen einstimmig trafen.

Aber, so ein Tenor nach dem NÖN-Talk: Wenn Freund & Feind schwer auszumachen sind, alle an einem Strang ziehen und fast das Selbe wollen – wo dann das Kreuzerl machen? Ja, das ist ein Luxusproblem. Aber eines, das besser ist als der Wirbel 2015 – und das zuversichtlich für die Zeit nach dem Wahltag stimmt.

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