Nebeneinander ist möglich. Über Gmünds Vorbildrolle in Sachen Rad und Verkehr.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. August 2019 (03:03)

Ein toter E-Biker in Hoheneich, zwei getötete Kleinkinder bei Korneuburg, schon ist sie da: die Debatte zur Sicherheit der Radfahrer im Straßenverkehr – häufig geführt um fehlende Helme statt um die Gefahr durch den motorisierten Verkehr. Radler fördern ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit, schonen Ressourcen. Aber sie leiden unter einem völlig auf Autofahrer fokussierten Verkehrssystem, das das Rad – wie mancher Autofahrer – übersieht (aktuell: B41-Hoheneich, wo neben vier Spuren kein Platz für zumindest minimale Radstreifen bleibt). Sie werden großteils auf Güterwegen und Nebenstraßen quer durch die Pampa geschickt.

Die Stadt Gmünd zeigt seit einigen Jahren vor, wie es gehen kann – mit konsequenter Suche nach sicheren Radwegen direkt an Hauptachsen. Das Rad ist fixer Teil jedes Straßenprojektes. Das ist teuer, zäh, oft nur ein Kompromiss und Stückwerk. Es hilft aber, das Rad ins kollektive Bewusstsein zu rücken. Höchste Zeit, dass das auch andere Gemeinden und Land NÖ erkennen.