Ob das wirklich gut gehen kann?. Über ein Schremser Experiment mit ungewissem Ausgang.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 12. Februar 2020 (01:19)

Obige Frage wurde nach dem Wellen schlagenden Gmünder Pakt von VP, FP & AfG 2015 mit bloß einem Mandat Mehrheit gegenüber der Opposition mit „ja“ beantwortet, die Wähler haben das 2020 klar bestätigt.

Nun die gleiche Frage, wenn in Schrems das nächste Experiment starten soll. Die SP will mit Grünen – die versichert hatten, oppositionell zu bleiben – um Haaresbreite ins Bürgermeister- Amt kommen. Angenommen, Karl Harrer erhält in der anonymen Bürgermeister-Wahl echt die nötigen 15 Stimmen, Grünen- Chef Kammerer wird nach der Bürgermeisterwahl gar nicht Teil einer Koalition und wird Harrer auch nicht verbindlich im Gemeinderat unterstützen: Dann wird die SP künftig bei Punkten, die Kammerer nicht mittragen mag, auf die soeben hart abgewatschte Opposition angewiesen sein. Die könnte aber dann mit Unterstützung des Grünen sogar Beschlüsse gegen den Bürgermeister-Willen durchsetzen. In Schrems dürften fragile, aber hoch spannende Entscheidungs-Prozesse bevorstehen.