Der Schiri war‘s nicht. Über Fehler des Schiedsrichters beim Derby in Waidhofen & den Umgang damit.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 11. September 2019 (01:59)

Man kann nach dem Derby zwischen Waidhofen und Schrems die Aufregung beider Seiten verstehen. Referee Marcus Pottendorfer schließt Michael Past völlig übertrieben nach zehn Minuten aus, der folgende Elfer bringt Schrems in Führung. Er übersieht weitere Elfer. Er gibt einen Schremser Treffer, den praktisch alle Beobachter über der Torlinie gesehen haben, nicht. Man möchte sich nicht ausmalen, was bei dieser aufgeheizten Stimmung passiert wäre, wenn Daniel Meyer beim folgenden Konter Waidhofen 2:1 in Führung gebracht hätte.

An dieser aufgeheizten Stimmung war der Unparteiische schuld – und wohl auch die Besetzungskommission. Denn von den mitunter gerne einmal eigenwilligen Entscheidungen Pottendorfers und deren Konfliktpotenzial sollte man mittlerweile auch dort Bescheid wissen.

Er war aber nicht schuld daran, dass der SVW (mit einem Mann weniger) schnell ausglich, die Stürmer Samanek und Horvath danach im Konter aber stets in der ASV-Abwehr hängen blieben. Und er war auch nicht schuld daran, dass drückend überlegene Schremser eine Chance nach der anderen vernebelten.

Mit ein paar Tagen Abstand wäre es jetzt an der Zeit, das Derby emotionslos zu betrachten und die richtigen, nämlich sportlichen Schlüsse daraus zu ziehen. In Schrems ist das bereits geschehen.