Lücke mit neuen Ideen füllen. Zum Führungswechsel bei den Waldviertler Schiedsrichtern.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 13. November 2019 (01:00)

Wäre es nach Alois Pemmer gegangen, hätte Hubert Pfeiffers Karriere am 12. September 2008 geendet. Da enthob der NÖ-Schi-riboss den Waldviertler Schiriobmann nämlich in einer Sitzung in Schwarzenau vor versammelter Truppe seines Amtes – und musste Tage später zurückrudern, weil er dafür keine Legitimation hatte. Pfeiffer blieb. Elf Jahre später zieht er nun aus eigenen Stücken nach 49 Jahren, davon 29 als Schiriobmann, einen Strich unter seine Laufbahn.

Die Zeit, in der er die Waldviertler Schiedsrichtergruppe ehrenamtlich (das muss immer wieder betont werden) geleitet hat, war keine einfache und eher vom Niedergang geprägt als vom Aufschwung – auch wenn die Zahlen der Männer in Schwarz in den vergangenen Jahren wieder sanft nach oben gegangen sind. Der positive Trend freute Pfeiffer, den immer beschäftigte, wie er den Schiri-Schwund stoppen könnte.

Nach Pfeiffer wird auf jeden Fall eine Lücke im Waldviertler Schiedsrichter-Geschehen bleiben. Für diejenigen, die jetzt um den designierten Nachfolger Leopold Deimel ans Ruder kommen, bietet gerade das aber auch die Möglichkeit, diese mit ihren eigenen Ideen und Vorgangsweisen zu füllen. Neue Personen am Ruder bringen immer auch frischen Wind. Diesen gilt es zu nutzen. Die Herausforderungen für die Schiris werden in Zukunft nicht kleiner.