Schulterschluss hat gefehlt. Zum Waldviertler Anteil am nun diskutierten Mobilitätspaket.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:26)

Zunächst hat die Freude übers Aus der „Waldviertel-Autobahn“ überwogen, jetzt kommt von der Initiative „Pro-FJB“ erste wirkliche Kritik am alternativen „Mobilitätspaket“. Tenor: Sehr viel ist da eigentlich nicht drin für das Waldviertel. Das stimmt.

Aber: Dass für die FJB primär der Ast nach Horn, für neue Projekte der Hauptstraßen B2, B4, B36, B37, B38, B41 gesamt 220 Millionen Euro geplant sind, war kein Geheimnis. 220 klingen gut, erlauben aber in einem so weiten Netz keine großen Sprünge – alleine die Umfahrung Zwettl kostete über 150 Millionen…

Als es ab 2018 darum ging, endlich für das Waldviertel ein großes Paket zu schnüren und es etwas zur Mitte zu rücken, war primär Widerstand gegen eine Europaspange koordiniert. Eine Bewegung FÜR ein realistisches Gesamtkonzept, das eine Mehrheit trägt, gab es nie. Also kriegen wir halt einzelne Häppchen. Die Politik bekam dafür gar Applaus, darf sich im Gefühl wiegen, alles richtig gemacht zu haben. Wir sind mitverantwortlich für das „Mobilitätspaket“.