Einen Nerv getroffen. Maximilian Köpf über die Wiedergeburt einer Gmünder Tradition.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 21. September 2016 (06:39)

Wenn im Bezirk Kampfsport zur Schau gestellt wird, ändern sich zwei Dinge nie: Die Gmünder Box-Legende Hans Fürnsinn ist dabei und das Event ist ein Zuschauermagnet.

Das war in den 1960ern so, als der sechsfache Landesmeister Fürnsinn noch selbst im Ring stand, das war 2004 so, als 600 Leute zum Boxkampf bei der Avia-Station kamen. Und das war am Samstag bei der ersten Fightnight im Gmünder Kulturhaus so.

Die Fightcrew Waldviertel hat vor bald zwei Jahren die Kampfsportnische, die als Boxer-Tradition in Gmünd vor Jahrzehnten eingeschlafen ist, wieder zum Leben erweckt. Dass Harald Hirsch & Co einen Nerv getroffen haben, zeigt sich einerseits an den über 40 Athleten, die in der Gmünder Kirchengasse trainieren. Und das offenbart sich auch am riesigen Zuschauerinteresse, wenn die Sportler ihr Können im Ring zeigen.

Wie sinnvoll es ist, wenn sich Menschen aus sportlichen Gründen gegenseitig schlagen – darüber soll sich jeder selbst eine Meinung bilden. Fakt ist, die Fightnight war eine gelungene Veranstaltung, mit spannenden Kämpfen; mit begeisterten Zuschauern; mit einer Top-Organisation.

Und das ganze ohne Schmuddel-Image, das dem Kampfsport so gerne anhaftet. Es wäre schade, würde man diese Veranstaltung nach nur einer Auflage wieder ausknocken.