Erstellt am 06. Juni 2018, 02:59

von Maximilian Köpf

Dennoch ein Sieg des Sports. Maximilian Köpf über keine Hilfe von Schrems für Gmünd im Derby.

Zwei Themen beherrschten die Gespräche rund um das große Bezirksderby. Nicht das Spiel selbst, sondern einerseits die Rücktrittswelle beim ASV Schrems, andererseits die sport-liche Notlage des SC Gmünd und dadurch die Frage, ob die Granitstädter deshalb nicht Nachbarschaftshilfe betreiben hätten müssen. Selbst hochrangige Verbandsfunktionäre raunten, dass sich die Waldviertler in solchen Situationen immer gegenseitig bekriegen, während anderswo „geholfen“ wird.

Der Bezirk und auch das Waldviertel würde mit Gmünd und dem Derby viel verlieren, das stimmt. Muss man deshalb aber das wichtigste Spiel des Jahres, das gerade von seiner Brisanz lebt, verschaukeln? Ist das eine Empfehlung für die gut 1.500 Zuschauer, die wegen dieser Brisanz kommen? Soll man Spielern, die auf dieses Derby brennen, sagen, dass Gewinnen gar nicht so gut wäre – obwohl selbst eine Niederlage keinen fixen Klassenerhalt der Gmünder bedeutet hätte?

Man kann darüber geteilter Meinung sein. Schrems hat nicht geholfen, sondern einen verdienten, wenn auch etwas glücklichen 2:0-Sieg eingefahren. Gmünd ist dadurch wieder Letzter, angefressen und braucht jetzt schon ein kleines Fußballwunder. Gewonnen hat am Freitag, so schlimm die Folgen auch sein mögen, aber dennoch der Sport.