Vereine müssen Anreize schaffen. Maximilian Köpf über junge Fußballer und warum sie so gerne den Verein wechseln.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 01. Februar 2017 (02:57)

Die größte Überraschung der Übertrittszeit: Leo Weissensteiner verlässt Schrems, wartet nicht einmal ab, ob Neo-Trainer Edgar Eichler mehr auf ihn baut als Vorgänger Manfred Mayer, sondern geht freiwillig eine Ebene tiefer. Damit hat der ASV binnen eines halben Jahres zwei große Stürmertalente verloren. Gut, nicht ganz: Berke Dede ist an Gmünd nur verliehen. Er blüht aber dort auf. Ob er da so einfach zurückzuholen ist?

Beim SC Gmünd gibt‘s die Probleme weniger in der Spitze als in der Breite – sprich in der Reserve, die sich seit Jahren zahlenmäßig nicht erholt – auch jetzt stehen wieder drei Abgänge einem Zugang gegenüber.

Mit derartigen Problemen haben nicht nur Aushängeschilder zu kämpfen, sie ziehen sich durch fast alle Vereine. Woran liegt es, dass junge Spieler abwandern? Zu wenig Einsatzzeit? Übersteigerte Erwartungen? Lust, etwas Neues zu probieren? Neue Herausforderungen suchen? Den einfachen Weg gehen? En gros wird‘s wohl eine Mischung aus vielen Faktoren sein. Nur die Schuld auf die Spieler abzuwälzen wäre genauso falsch, wie den Vereinen alleine den Schwarzen Peter umzuhängen. Das ändert aber nichts daran, dass sich jeder Verein bemühen muss, Youngstern Anreize zum Bleiben zu schaffen. Egal ob Riesentalent oder Ergänzungsspieler, gebraucht werden alle.