Wege aus dem Wahnsinn. Über das alljährliche absurde Theater im Abstiegskampf.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 13. Juni 2019 (01:37)

Als gelernter NÖ-Fußballfan ist man an den Wahnsinn gewöhnt, der sich da Jahr für Jahr am Saisonende in den unteren Tabellenregionen abspielt. Wer steigt ab? Wer kommt in welche Liga? Wieviele steigen überhaupt ab? Die Parameter ändern sich fast wöchentlich. Man ist so daran gewöhnt, dass man dabei gerne die Absurdität übersieht, die dieses Schauspiel oft annimmt.

Nur ein Beispiel: Weil in der 2. Landesliga West drei Nordwest-Klubs die letzten Plätze belegen, müssen in der 1. Klasse Waldviertel vielleicht Heidenreichstein oder Nondorf als dritter Verein absteigen. Zwei Klubs, die lange als gerettet galten. Sie bangen mit Vitis, das womöglich als vierter Klub aus der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel runter muss (zum Vergleich: in der Gebietsliga West gibt‘s gar keinen Absteiger!).

Für die neutralen Fans wird‘s am Wochenende ein Fest. Den Vereinsfunktionären kommt das Weinen. Planungssicherheit gleich null. Und das vor der ohnehin so kurzen Sommerpause.

Eine bessere Werbung für seinen Ruf nach einer vor der Saison festgeschriebenen Zahl an Absteigern kann sich der Waldviertler Hauptgruppenobmann Werner Vogl nicht wünschen. Vorausgesetzt es kommt zu keinem Wildwuchs bei den Klassen-stärken, würden so endlich klare Verhältnisse geschaffen werden.

In Oberösterreich ist das seit Jahren Usus, der Niederösterreicher wird sich daran gewöhnen.