Weniger wäre wirklich mehr. Zur Materialschlacht, die vorm Jänner verebben darf

Von Markus Lohninger. Erstellt am 18. September 2019 (03:30)

Passiert man derzeit die Hauptverkehrs-Achsen im Gmünder Bezirk, dann graut einem nicht nur wegen der Blechlawinen hinter Traktoren auf langen Passagen ohne Überhol-Option: Die Wahl-Materialschlacht an Straßenrändern, in Äckern und an sonstigen mehr oder weniger geeigneten Stellen wird zunehmend zur Geduldprobe. Weniger wäre mehr. Aus den Parteizentralen sahen und hörten wir alleine dank des Überflusses an TV-Duellen schon mehr als nötig.

Trotzdem bleibt die Zeit zum Verschnaufen nach dem 29. September nur kurz. Im Jänner geht es schon wieder zur Urne. Das Tröstliche an der Gemeinderatswahl: Auf dieser untersten Ebene ist die Welt oft noch in Ordnung. Den örtlichen Bürgermeister oder dessen Herausforderer kennt man vom Wirtshaus, aus der Schule, vom Verein, vom gemeinsam gelösten oder nicht gelösten Problem. Wer jemand ist, was er leistet, welche Vision er für die Gemeinde hat? Das weiß man hier – ohne dass es einem hypnoseartig eingetrichtert werden müsste.