Erstellt am 11. Januar 2017, 03:36

von Markus Lohninger

Zuviel an Helfern gibt es nicht. Markus Lohninger zum Großaufmarsch der Feuerwehren am Schubertplatz

Großer Einsatz in Gmünd, zwei Dutzend Feuerwehrautos, hundert Kameraden, der zentrale Platz der Neustadt für den Verkehr gesperrt. Keine Frage, der Kaminbrand am 5. Jänner zog eine breite Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nach sich. Und die sah relativ viele Feuerwehrleute, von denen viele gar nichts zu löschen hatten. „Über 20 Autos habe ich schon gezählt“, lächelte ein vorbeikommender Passant. Zustimmendes Nicken anderer. Die Reaktionen waren kein direkter Vorwurf. Dennoch wohnte ihnen der gefährliche Unterton bei, dass da eigentlich viel Wirbel um eher wenig gemacht werde – war doch von einem spektakulären Feuer nichts zu sehen.

Bloß: Der Einsatzleiter muss die Situation einschätzen und die notwendige Unterstützung anfordern. Er hatte in Gmünd das Glück, mit seinem Hilferuf eine große Anzahl an Kameraden zu erreichen, die sich gegen einen drohenden Großbrand mitten im Zentrum gestemmt hätten. Meckern wir also nicht, weil einige umsonst kamen. Sind wir dankbar dafür, dass es noch ausreichend Helfer gibt, die den Aufwand und das Risiko auf sich nehmen und ihre Freizeit für etwas verwenden, von dem sie nicht wissen, ob sie heil wieder heimkommen. Besser, es kommen hunderte Mal zu viele davon – als ein einziges Mal einer zu wenig.