Kriegsmaterial sichergestellt. Bei einem Wiener mit Zweitwohnsitz in Litschau (Bezirk Gmünd), der wegen häuslicher Gewalt von seiner Ex-Lebensgefährtin angezeigt worden war, fand die Polizei am Donnerstagabend Kriegsmaterial und verbotene Waffen.

Erstellt am 12. Juli 2013 (10:29)
NOEN, LPD NÖ
Beamte der Polizeiinspektion Heidenreichstein hatte gegen einen 49-jährigen Österreicher wegen häuslicher Gewalt gegenüber seiner ehemaligen 57-jährigen Lebensgefährtin beim gemeinsamen Zweitwohnsitz (beide wohnen in Wien) in Litschau bereits ein Betretungsverbot ausgesprochen.

Donnerstagmittag erstattete die Frau in Wien Anzeige, dass sie von ihrem ehemaligen Lebensgefährten telefonisch kontaktiert und aufgefordert worden sei, ihm trotz des Betretungsverbotes den Schlüssel zum Wohnhaus in Litschau auszuhändigen. Er wolle persöliche Gegenstände, unter anderem auch eine Waffe, abholen. Gegen den Mann bestand allerdings ein Waffenverbot.

Mit Einverständnis der 57-Jährigen durchsuchten Beamte der Polizeiinspektion Litschau das dortige Haus und fanden dabei eine Maschinenpistole – die Staatsanwaltschaft Krems ordnete daraufhin eine Hausdurchsuchung an. Bei dieser wurden ein Schlagring, eine Hiebwaffe, ein Schlagstock, ein Messer sowie Munition sichergestellt.

Eine ebenfalls von der Staatsanwaltschaft Krems angeordnete weitere Hausdurchsuchung in der Wohnung des Verdächtigen in Wien wurde mit Unterstützung des Einsatzkommandos Cobra durchgeführt. Hier fand die Exekutive eine CO²-Pistole, ein Messer sowie ein Elektroschockgerät.

Der 49-jährige Beschäftigungslose wird wegen Verdacht der Körperverletzung, der gefährlichen Drohung und nach dem Waffengesetz an die Staatsanwaltschaft Krems angezeigt.