Unmut groß: Brücke kaputt. Die Brücke über den Braunau-Bach ist gesperrt. Sanierung lässt auf sich warten.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 25. Juni 2020 (05:58)
Gemeinderat Wolfgang Zibusch, ÖVP-Ortsparteiobmann Florian Kahl sowie Stadtrat David Süß (von links) vor der gesperrten Brücke in Langegg. Diese Sperre sorgt für Unmut in der Bevölkerung.
Karl Tröstl

Die Brücke über den Braunau-Bach am Braunauweg, die sich im Bereich der Ortseinfahrt von Schrems kommend befindet, ist nach der Überprüfung durch einen Statiker von der Stadtgemeinde gesperrt worden. Diese Sperre sorgt für Unmut in der Bevölkerung, denn: „Bereits vor etwa drei Jahren wurden Schäden und die dringende Sanierungsbedürftigkeit der Brücke durch Brückenmeister Karl Guttmann festgestellt. Darüber wurde auch mit der Gemeinde konferiert“, weiß der damalige Straßenmeister Helmut Rausch. „Seit 20 Jahren wurde die Brücke nicht saniert“, betont der Langegger Wolfgang Zibusch und bezeichnet die jetzige Situation als „unzumutbar“.

Schon im Vorfeld der Sperre wurden die Landwirte vor ein massives Problem gestellt: Wegen der Schäden wurde die Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen herabgesetzt: „Diese Beschränkung entspricht keinesfalls mehr der heutigen Zeit. Die landwirtschaftlichen Maschinen sind breiter und schwerer geworden. Daher braucht es eine Lösung für die Brücke, die auch den heutigen Anforderungen entspricht“, so der Tenor.

Laut Stadtamt müsse erst ein Gutachten erstellt und die Sanierung oder Neuerrichtung der Brücke bei den Behörden eingereicht werden. „Dieses Projekt soll im Rahmen des Hochwasserschutzverbaues erfolgen. Außerdem muss auch noch mit der Wasserrechtsbehörde betreffend Fördermittel einiges abgeklärt werden“, war aus der Gemeindestube zu hören.

Bauern müssen weiten Umweg in Kauf nehmen

Vertreter der Schremser ÖVP machen nun Druck und fordern eine rasche Sanierung: „Wir wurden von Anrainern und Landwirten kontaktiert, welche die monatelange Sperre kritisieren. Sie müssen kilometerlange Umwege fahren, um zu ihren Wiesen und Feldern zu gelangen. Wie lange dieser Zustand herrschen wird, weiß niemand. Es fehlt ein Zeitplan“, kritisiert ÖVP-Stadtrat David Süß.