Ärztliche Versorgung weit entfernt von Vollzeit-Praxis. Ärztliche Versorgung in Litschau ist ein Kampf. 25.000 Euro gibt es für Grundversorgung.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 22. Mai 2020 (06:28)
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Der Kampf um die medizinische Versorgung in der Stadtgemeinde Litschau geht weiter. Seit der Pensionierung von Gerald Ehrlich im Jänner ist Cornelia Schwarzenbrunner als Kassenärztin am Allgemeinmediziner-Sektor eine Einzelkämpferin. Dementsprechend groß ist der Andrang in der Praxis.

Bereits im Dezember hat die auch in Großschönau praktizierende Ärztin von zehn auf zwölf Stunden aufgestockt. Von der eigentlich ausgeschriebenen Vollzeitstelle ist sie aber weit weg. Stadtamtsdirektor Jürgen Uitz: „Wir suchen laufend nach Verbesserungen, um den Zulauf zu bewältigen.“ So wurde ein zweiter E-Card-Steckplatz eingerichtet, die Sitzplatzkapazität erhöht. Zwei Teilzeitkräfte wurden angestellt, um Aufgaben besser verteilen zu können. „Nicht jeder muss unbedingt zur Ärztin“, sagt Uitz. „Rezepte ausstellen kann auch jemand anderer. Wundmanager können sich um die Verarztung kleinerer Verletzungen oder Verbandswechsel kümmern. Damit ist jetzt die medizinische Versorgung so abgedeckt, dass bis auf Donnerstag immer jemand da ist.“

Als Unterstützung für den Ausbau der medizinischen Grundversorgung gewährte der Gemeinderat Schwarzenbrunner eine Subvention über 25.000 Euro. Weiters werde angedacht, umliegende Gemeinden wie Eisgarn oder Haugschlag mit ins Boot zu holen.

Gegen die Subvention stimmte BBL-Mandatar Roland Edinger: „Ich bin für die Unterstützung der Ärztin. Aber unser Ziel muss sein, eine 40-Stunden-Praxis, wie ausgeschrieben, zu finden. Und dahingehend hätte man die Subventionen ausrichten – ein langfristiges Konzept ausarbeiten – müssen.“