Bettensperre im Pflegeheim Litschau. Keine neuen Bewohner wegen fünf Dauerausfällen. Kliniken & PBZ Schrems helfen aus.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 15. September 2021 (03:48)

Wegen einer Häufung an langfristigen Personalausfällen können im Pflege- und Betreuungszentrum Litschau vorübergehend keine neuen Bewohner mehr aufgenommen werden. Die Leitung bestätigt das auf NÖN-Nachfrage – dementiert kolportierte Zwangsübersiedlungen in andere Häuser aber entschieden.

PBZ-Direktor Johann Deinhofer berichtet gegenüber der Gmünder NÖN von fünf dauerhaften Ausfällen von Vollzeit-Kräften in der 78-köpfigen Belegschaft, zwei wegen Schwangerschaft, drei wegen langfristiger Krankenstände. „Das ist natürlich in einer am Pflegesektor insgesamt angespannten Situation eine große Herausforderung. Aber wir werden sehr gut unterstützt von Beschäftigten aus den Landeskliniken Gmünd, Waidhofen und Zwettl sowie dem PBZ Schrems – die in Litschau lebenden Bewohner sind weiterhin sehr gut versorgt.“

Trotz der Bettensperre werde keinem Bewohner ein Umzug in ein anderes Pflegezentrum aufgedrängt, widerspricht Deinhofer anderslautenden Gerüchten. Drei Bewohner seien zuletzt nach Schrems verlegt worden, weil dort Betten frei geworden waren – „aber das waren allesamt schon beim Einzug von den Bewohnern explizit gewünschte Verlegungen, die mit ihnen bzw. Angehörigen abgestimmt waren. Sie hatten nichts mit der Bettensperre zu tun.“

Im Umstand, dass seit Anfang September eine Covid-Impfung als Voraussetzung für eine Anstellung im PBZ gewertet wird, sieht Johann Deinhofer keinen Zusammenhang mit der Personalnot: Die Impffrage sei bisher lediglich bei einer einzigen Bewerbung ein Thema gewesen. Dabei sei es um eine Stelle als Pflegekraft gegangen.