Böhm Reisen: Verlegung in das Industriegebiet. Andreas Böhm hat neuen Standort für sein Litschauer Busreise-Unternehmen. 2.000 Quadratmeter Grund hat er schon angekauft.

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. Februar 2021 (05:13)
Auf diesem Grundstück im Litschauer Industriegebiet, dem ehemaligen „Festplatz“, wird Andreas Böhm seine neue Betriebsstätte für das Busunternehmen errichten. Das Areal befindet sich genau gegenüber der Firma Eschelmüller.
Christine Deutsch

Andreas Böhm ist ein bekannter Busreise-Unternehmer, der eigentlich immer „Nägel mit Köpfen“ macht. Wegen Corona geht das aber diesmal nicht. Das Projekt „Verlegung der Betriebsstätte“ ist geplant, wann es umgesetzt werden kann, bleibt offen.

„Der Standort unseres Unternehmens ist zu alt und zu klein. Wir haben daher ein rund 2.000 Quadratmeter großes Grundstück im Litschauer Industriegebiet angekauft. Hier wird die neue Betriebsstätte errichtet“, betont Andreas Böhm, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Gattin Sonja führt. Dazu gehört eine Flotte von drei Bussen und vier Neun-Sitzern sowie derzeit vier Mitarbeitern. „Zwei weitere Stellen haben wir coronabedingt nicht nachbesetzt“, berichtet Böhm.

Den Betrieb, den es seit 1933 gibt und der sich seit 1946 am Standort am Inselweg befindet, hat Andreas Böhm 1993 von seinem Vater übernommen. Die Verlegung der Betriebsstätte sei schon vor Corona geplant gewesen, der Baustart 2021 ebenso: „Ob das möglich ist, werden wir sehen. Wir wollen unbedingt in die Industriezone übersiedeln, denn am alten Standort sind wir zu zentrumsnah und ausbauen können wir diesen auch nicht.“

Gruppenreisen nicht vor dem Herbst

Seit fast einem Jahr steht, so wie bei allen anderen Reiseunternehmen auch, der Betrieb komplett. „Wir führen ein paar Schülerfahren durch, das war es dann auch schon.“ Trotzdem ist der engagierte Unternehmer optimistisch: „Die Leute wollen wieder reisen, viele sehnen sich nach Meer, Strand und Sonne, oder nach den Bergen oder nach Thermen. Wir werden sicherlich heuer noch Busreisen durchführen, aber wann und wie diese stattfinden, ist noch völlig offen“, meint Böhm, der für seine Gäste Möglichkeiten für Reisen an die Obere Adria erhofft.

Er ist überzeugt, dass Individualreisen früher möglich sein werden, mit Gruppenreisen rechnet er vor dem Herbst aber nicht. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und ich bin sicher, dass wir diese Krise meistern. Wir tragen alles dazu bei, was möglich ist“, betont der Unternehmer. Und dazu gehört unter anderem auch die Absage einer angefragten Gruppenfahrt. „Eine junge Frau wollte eine Gruppenfahrt zu einer Großdemo gegen die Corona-Maßnahmen nach Wien buchen, aber das dürfen wir derzeit gar nicht. Außerdem bin ich ein Befürworter dieser Maßnahmen, daher stand ich für diese Fahrt auch nicht zur Verfügung.“

Wann die Baufahrzeuge am Böhm-Grundstück im Industriegebiet anfahren, ist noch offen. Das dafür vorgesehene Grundstück ist bereits in ihrem Besitz und der Gemeinderat gab bei seiner jüngsten Sitzung auch grünes Licht dafür. Das geplante Investitionsvolumen wollte Böhm nicht verraten.