„Sind nicht in Kärnten“: Debatte um Badeverbot am Herrensee

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:24
Lesezeit: 2 Min
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Nachdem Tafeln als Markierungen einer Fischerzone montiert wurden, bangen Anrainer um die Schwimmidylle an der Bucht bei der Halbinsel.
Foto: Waldviertel Tourismus, R. Herbst
Neue Tafeln weisen am Litschauer Herrenseeufer auf Fischerzone hin, Anrainer sehen „ihren“ Seezugang in Gefahr.
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Die Temperaturen kletterten am vergangenen Wochenende nach oben, die Sommerferien stehen vor der Tür. Ideale Voraussetzungen fürs Plantschen im Litschauer Herrensee. Während im Strandbad der neu gestaltete Steg mittlerweile seine Holzoberfläche erhalten hat und vor der Fertigstellung steht, sorgen auf der gegenüberliegenden Uferseite neue Schilder für Unmut.

Unter anderem auf der Halbinsel neben dem „Hasenbühel“ steht seit einigen Tagen eine Tafel mit dem Hinweis „Fischerzone – Baden verboten!“. Damit wolle man den Litschauern eine weitere Möglichkeit zum Schwimmen im See nehmen, heißt es auf Social Media. Die Stadtgemeinde strebe nur mehr den kostenpflichtigen Zugang zum See übers Strandbad an, das erinnere an Vorgehensweisen an Kärntner Seen. Anrainer werden dazu aufgerufen, „auf ihr Recht dort zu schwimmen“ zu bestehen und sich bei der Gemeinde zu beschweren. Immerhin handle es sich um die einzigen Stellen in dem Bereich, wo auch Ältere und Kinder gut einsteigen können.

ÖVP-Bürgermeister Rainer Hirschmann will die Angelegenheit auf Nachfrage nicht kommentieren und nennt auch keinen Hintergrund. Nur so viel: „Wenn jemand etwas dazu wissen will, kann er gerne zu uns auf die Gemeinde kommen und wir klären es.“ Gesagt, getan: Man wisse über die Debatte Bescheid, habe auch schon einige Rückmeldungen erhalten, bestätigt Stadtamtsleiter Jürgen Uitz: „Wir sammeln die Kommentare, manche Anrainer haben auch konkrete Lösungsvorschläge. Danach wird man die Interessen aller Beteiligten besprechen müssen.“

Im Strandbad stehen unterdessen Sanierungen an den Duschen an. Die seien eigentlich erst später geplant gewesen, habe man aber aufgrund des Zustandes vorziehen müssen, erklärt Uitz. Eine baldige Fertigstellung sei das Ziel, die allseits bekannten Lieferverzögerungen die Herausforderung.

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