Trauer um ehemaligen Bezirksjägermeister Hirschmann. Betroffenheit nach frühem Ableben von ehemaligem Bezirksjägermeister und -förster.

Von Karin Pollak. Erstellt am 04. Februar 2021 (04:26)
Der ehemalige Bezirksjägermeister Franz Hirschmann verstarb am 25. Jänner.
privat

Der ehemalige Gmünder Bezirksjägermeister und auch langjährige Bezirksförster in Waidhofen/Thaya, Franz Hirschmann, verstarb am 25. Jänner im 68. Lebensjahr an den Folgen eines Herzinfarktes. Der plötzliche Tod von Hirschmann, der von 1995 bis 2013 als Bezirksjägermeister fungiert hatte, macht auch viele Jäger über die Bezirksgrenze hinaus betroffen.

Leidenschaft zum Beruf gemacht

Franz Hirschmann, der in der Saaß geboren worden ist, machte seine Leidenschaft auch zum Beruf. Er besuchte die Bundesforstschule Waidhofen/Ybbs und begann 1972 bei den Bundesforsten zu arbeiten. 1975 trat er in den Landesdienst ein und kam Ende 1977 zur Bezirkshauptmannschaft Zwettl. Von April 1996 bis zu seiner Pensionierung im November 2013 war er als Bezirksförster an der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen/Thaya tätig.

Vielfache Funktionen in der Jägerschaft

Mit der Jagd begann Franz Hirschmann bereits 1972, acht Jahre später legte er die Jagdaufseherprüfung ab. Er war Jagdaufseher in einigen Jagden im Raum Litschau und leitete mit großem Engagement „seine“ Jagd in Schandachen. Zahlreiche Funktionen führte der leidenschaftliche Waidmann auf Bezirks- und Landesebene aus. Unter anderem war er zehn Jahre Bezirksvorsitzender im Jagdbeirat, Hegeringleiter in Litschau und Haugschlag sowie Ersatzdelegierter im Landesjagdverband. Außerdem zählte er zur Prüfungskommission der Jungjäger und der Jagdaufseher.

Noch im vergangenen September meinte Franz Hirschmann in einem NÖN-Interview, dass es ihm gesundheitlich sehr gut gehe und er täglich sein Revier aufsuche. Das tat er auch noch bis zuletzt, immer begleitet von seinem Dackel Aiko.

Nachfolger Strasser: „Verlieren sehr engagierten Waidmann.“

Für sein Wirken wurde Franz Hirschmann mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Ehrenzeichen in Silber des NÖ Landesjagdverbandes sowie den Ehrenbrüchen in Bronze und Silber. Für seine Verdienste als Stadtrat der Gemeinde Litschau, für welche er bis zuletzt als Konsulent tätig war, wurden ihm seitens des Landes die Ehrenmedaille in Gold und der Ehrenring der Stadtgemeinde Litschau verliehen.

„Mit unserem Ehrenbezirksjägermeister verlieren wir einen sehr engagierten Waidmann, der 18 Jahre lang die jagdlichen Geschicke im Bezirk Gmünd geleitet hat. Das ist sicherlich ein schwerer Verlust in der Jägerschaft“, betont Ernst Strasser, der Hirschmann einst in der Funktion des Bezirksjägermeisters nachgefolgt war. „Ich habe Franz Hirschmann immer wieder getroffen, er war bei vielen jagdlichen Veranstaltungen dabei. Er wird uns fehlen“, so Strasser.

Begräbnis am 5. Februar

Franz Hirschmann hinterlässt seine Gattin Grete und seine beiden Söhne Thomas und Rainer, den Bürgermeister von Litschau, mit ihren Familien. Sein Begräbnis findet am 5. Februar statt. Um 14.30 Uhr beginnt die Trauermesse in der Stadtpfarrkirche Litschau.