Wasserschaden: Vor Start der Sanierung. Pflegeheim Litschau / Sanierung des Erdgeschoßes wird in den hohen sechsstelligen Euro-Bereich gehen. Wer zahlen muss, das ist offen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 30. Juli 2014 (23:59)
NOEN, Markus Lohninger
Das Landespflegeheim Litschau muss im Ergeschoß bereits nach zwei Jahren saniert werden.
Das Landespflegeheim Litschau wird bereits zwei Jahre nach der Inbetriebnahme zur Großbaustelle: Wie im Juni in der NÖN berichtet, wurde in der Heimküche ein Wasserschaden entdeckt, von dem ist – wie sich jetzt herausstellte – der Bodenbereich des kompletten Erdgeschoßes betroffen.

Diese Woche werden die Bauabteilung des Landes NÖ und der Gmünder Architekt Gerhard Macho ihr Sanierungskonzept für das Erdgeschoß fertigstellen, danach wird die Schadenshöhe feststehen und mit der Sanierung gestartet werden können. Jedenfalls erwartet Heimleiter Johann Deinhofer Kosten im sehr hohen sechsstelligen Bereich.

„Für die Bewohner wird es bei der Sanierung keine beträchtlichen Störungen geben.“ Direktor Johann Deinhofer

Wer dafür aufkommen muss, das ist noch offen. Deinhofer: „Derzeit klärt ein gerichtlich beeideter Sachverständiger die Ursache des Schadens. Im Moment kann jedoch noch keine Aussage getroffen werden, wer der Verursacher ist und somit zur Schadenshaftung herangezogen werden kann.“

Die Schadensursache steht indes schon fest – in der Küche war eine Muffe als Verbindungsstück zwischen Wasserleitungen gerissen, unter der Bodenoberfläche hatte sich austretendes Wasser unbemerkt den Weg durch das Erdgeschoß bahnen können. Dadurch muss jetzt neben Küche, Cafeteria oder Heimkapelle auch der gesamte Verwaltungstrakt samt Mitarbeiter-Garderoben saniert werden.

Die Zimmer der Bewohner liegen oberhalb des Erdgeschoßes und sind vom Wasserschaden nicht betroffen. „Es wird für die Bewohner bei der Sanierung keine beträchtlichen Störungen durch Lärm, etc. geben“, verspricht Direktor Deinhofer.

Inzwischen 69 Mitarbeiter um das Wohl der Bewohner bemüht

Durch die vorübergehende Schließung des Kaffeehauses soll es während der Sanierungsarbeiten – die drei bis vier Monate lang dauern werden – Getränke- und Kaffeeautomaten auf den Pflegestationen geben. In diesem Bereich kann auch die wöchentliche Messe gefeiert werden. Die Essenszulieferung erfolgt während der Arbeiten in der Küche über das Pflegeheim in Schrems.

Der Verwaltungstrakt inklusive Garderoben wird auf den Parkplatz in Container ausgelagert, wie sie zuletzt bei der Sanierung des Gmünder Gymnasiums zum Einsatz kamen. Den Schülern dort gefiel die vorübergehende Bleibe wie berichtet.

Das Pflegeheim Litschau hat mit 80 Bewohnern zwei Jahre, nachdem es die Pforten öffnete, die Vollauslastung erreicht. Inklusive geringfügig Beschäftigter und Teilzeitkräfte sind inzwischen 69 Mitarbeiter um das Wohl der Bewohner bemüht.