Kulturprojekt Herz jetzt auch in Weitras Wirtschaft. „Kunst geht heim – 2020“ wird größer. Blumen Oppel und Trachtenlady Elfi Maisetschläger machen auch mit.

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. Oktober 2020 (05:21)
Elfi Maisetschläger macht mit einem mit Stoffresten gefüllten Herz an der Kunstaktion „Kunst geht heim– 2020 mit Herz“ von Tatjana Zinner mit.
Karin Pollak

Das von Tatjana Zinner initiierte Projekt „Kunst geht heim – 2020 mit HERZ!“ wurde nun auch auf die Wirtschaft ausgeweitet. Blumen Oppel und die Trachtenlady Elfi Maisetschläger wurden ins Boot geholt.

„Mir war klar, dass die Wirtschaft dazu gehört. Es geht um die gegenseitige Unterstützung. Betriebe gibt es ja, Kunst auch. Unternehmern wird die Möglichkeit geboten, Zeichen zu setzen und auszudrücken, was bewegt. Das ist menschenverbindend. Die Kunst macht auf das Geschäft aufmerksam, das Geschäft auf die Kunst. Da passiert etwas“, ist Zinner überzeugt, die weiteren Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Kunstwerke hilfreich zur Seite stehen will.

„Die Kunst macht auf das Geschäft aufmerksam, das Geschäft auf die Kunst. Da passiert etwas.“Initiatorin Tatjana Zinner

Diese Unterstützung brauchte Blumen Oppel nicht. Bernhard und Alexandra Allerstorfer waren sofort bereit, an der Kunstaktion teilzunehmen. „Das stärkt die Gemeinschaft“, sagen sie. Sie kreierten ein eindrucksvolles Herz, das jetzt vorm Blumengeschäft beim Kreisverkehr zu sehen ist.

„Mir geht es um die Herzenskraft, die sich in der Mitte durch Verbundenheit zur Familie, zum Betrieb und zu den Freunden zeigt. Das Herz präsentiert sich leicht stachelig, also verteidigend, aber öffnet sich trotzdem nach außen“, erklärt Allerstorfer.

Beim Blumengeschäft von Blumen Oppel ist dieses florale Herz, das Alexandra Allerstorfer (li., mit Zinner) geschaffen hat, zu sehen.
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Blumen würden die Herzen erfüllen. „Das beginnt im Kleinen und setzt sich im Großen fort. So wie es auch regionale Kunst und Wirtschaft sein kann, wenn man sich gegenseitig unterstützt“, so Allerstorfer.

Für Elfi Maisetschläger, für die die Künstlerin Zinner ein Herz mit Stoffresten aus ihrem Betrieb gefüllt hat, das nun in der Auslage am Rathausplatz platziert ist, geht es vorrangig um Nachhaltigkeit und um die Vernetzung von Handwerksmanufakturen mit der Kultur.

„Es ist mir auch wichtig, dass gemeinsam etwas für unser Weitra passiert und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht“, meint die Trachtenlady. Das Herz soll auch während der Adventzeit in ihren Geschäften im Mittelpunkt stehen. „Wir werden Stoffherzen, die mit Zirbenholzspänen gefüllt werden, fertigen und den Kunden anbieten.“

„Kunst geht heim“ wächst also. Zwei weitere Künstler, Axxl Dietz aus Salzburg und Judy Mardnli aus Syrien, der seit sechs Jahren in Österreich lebt und nun das letzte Studienjahr an der Kunstuni Linz absolviert, schufen Werke, die in bisher leeren Auslagen der Weitraer Innenstadt zu sehen sind.

Kunstschatzsuche ist ein weiteres Highlight

„Es ist die Zeit für die Kunst in der Alltäglichkeit gekommen. Das Projekt hat viel Platz und mit den Kunstwerken zeigen die Künstler ihre Einstellung zum Leben“, meint Zinner, die zur „Kunstschatzsuche“ am kommenden Wochenende in Weitra einlädt.

Das Torhaus dient als Stützpunkt. Hier kann man das Spielpaket zur Teilnahme abholen. Auf die Schatzsuche kann man sich am 23. und 24. Oktober jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr begeben, bei Schlechtwetter geht das auch online auf www.artusimpuls.at/2020mitherz.

Künstler Dietz wird sich an diesen Tagen bei seiner Arbeit über die Schulter schauen lassen, auch die Kunstspiel-Erfinderinnen Zinner und „manutober“ sind vor Ort. Die drei zu gewinnenden „Kunstschätze“ sind im Torhaus ausgestellt.

Die öffentliche Ausstellung in Weitra zeigt derzeit acht Herzobjekte, drei Herzinstallationen, fünf Herzbilder und zwei integrierte Herz-Kunstspiele zum Mitspielen.