Gebürtige Weitraerin folgt Dorli Draxler an Spitze der Volkskultur

Erstellt am 15. Juni 2022 | 22:02
Lesezeit: 3 Min
manuela göll
Manuela Göll führt ab Oktober die Volkskultur NÖ.
Foto: privat
Nach 31 Jahren an der Spitze der Volkskultur Niederösterreich verabschiedet sich Dorothea Draxler mit Ende September in den Ruhestand. Neue operative Geschäftsführerin wird dann die gebürtige Weitraerin Manuela Göll.
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Wenn die 46-Jährige von Weitra spricht, redet sie immer noch von „daheim“ – obwohl sie die Braustadt schon nach der Matura 1994 an der HAK Gmünd für das Studium in Richtung Wien verlassen hat und seit vier Jahren in der Weinbau-Gemeinde Stratzing bei Krems lebt.
Daheim, da hat sie ihre Eltern, die geliebte Weitraer Altstadt und natürlich in Weitra Gebrautes. „Ein paar Tage in der alten Heimat sind immer wie Kurzurlaub“, sagt sie. Die Landschaft des Waldviertels habe sie geprägt: „Ich liebe es, ausgedehnt spazieren zu gehen, im Winter skifahren und im Sommer in den Hausschachen schwimmen zu gehen.“ Daheim, da komme sie zur Ruhe, „das erdet mich“.
In Wien hat Manuela Göll ein Studium an der Universität für Bodenkultur (Boku) und unter anderem einen WU-Lehrgang absolviert. Danach arbeitete sie elf Jahre lang in der Landwirtschaftskammer NÖ und seit 2011 als Kommunikationschefin in der Agrarmarkt Austria Marketing GmbH (AMA).

Kulturelle Verbindung zum oberen Waldviertel

Manuela Göll ist auch Absolventin des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten, machte sich etwa als Leiterin im Kirchenchor Zwettl, Altistin etwa in der Domkantorei oder mit dem Damenensemble „Triosonett“ in der Kulturszene einen Namen. Ihre Engagements als Alt-Solistin führen sie auch gelegentlich in die Gmünder Neustadt, zuletzt wie berichtet  – noch als Manuela Schürr – für das „Geburtstagskonzert“ von Christoph Maaß.
Künftig soll sie als Leiterin der Kultur.Region.Niederösterreich-Tochter „die Breite der Regionalkultur mit Chorwesen, Handwerk und Volkstanz, den Standorten Brandlhof und Haus der Regionen, dem Festival aufhOHRchen und auch mit dem Förderwesen abbilden und weiterentwickeln“, heißt es in einer Aussendung. Holdinggeschäftsführer Martin Lammerhuber: Manuela Göll sei eine erfahrene Managerin, „die auch leidenschaftlich für die Regionalkultur steht. Bewährtes und Neues werden sich gut zusammenfügen.“

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