Nora Eckhart: Das Positive sehen. „Langeweile ist bei mir als Künstlerin und Lehrerin während der Lockdowns nie aufgekommen. Dennoch ist das Leben weniger hektisch geworden“, berichtet Nora Eckhart, die in Zwettl in drei Schulen unterrichtet und in Pürbach lebt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Februar 2021 (01:28)
Künstlerin und Lehrerin Nora Eckhart in ihrem Atelier in Pürbach.
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„Ich bin froh, dass ich mich vor zwei Jahren dazu entschieden habe, ins Waldviertel zurück zu ziehen. Der Garten und die Natur rundherum geben mir Kraft,“ erzählt Eckhart.

Ganz wichtig ist für Eckhart das Spazieren gehen „und darüber nachzudenken, welche guten Veränderungen die Situation mit sich bringen könnte: Ich freue mich, wenn über kleinere Klassen oder mehr SchulsozialarbeiterInnen diskutiert wird. Ich freue mich, wenn Kulturschaffende zusammenhalten und überlegen, wie bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden können.“

Und sie freut sich beim Spazierengehen „über die Ruhe, wenn weniger Autos fahren, über die vielen Vögel, die ich plötzlich beobachten kann. Ich freue mich, wie bewusst mir die Menschen, Dinge und Umgebung, die mir gut tun, plötzlich da sind. Während ich vieles vermisse, wird mir umso klarer, wonach ich mich nicht sehne: ständig unterwegs sein, Auto fahren, früh aufstehen, Fleisch essen.“