BIOEM ein Jahr in neuen Händen. Herbert Schagginger über sein erstes Jahr als BIOEM- Chef, den Übergang & den Start am Donnerstag.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 18. Juni 2019 (17:45)
Peter Wabra
Die BIOEM macht Großschönau Jahr für Jahr zur Messemetropole, seit einem Jahr wird sie von Herbert Schagginger (kleines Bild) geleitet.

Nach der Messe ist vor der Messe – diesen Leitsatz hat Herbert Schagginger sehr schnell verinnerlicht. Seine erste BIOEM als Messechef hat er bereits im vorigen Jahr erfolgreich absolviert, nachdem er im Februar 2018 in die Fußstapfen von Josef Bruckner, der die Bio- und Energiemesse in Großschönau 1986 initiierte und bis 2017 als Obmann des TDW Großschönau organisiert hatte, getreten war. Zu Fronleichnam startet die erste BIOEM, die komplett in Schaggingers Verantwortung gefallen ist.

Zum 34. Mal wird die BIOEM von 20. bis 23. Juni über die Bühne gehen, seit Jahren ist die Messe das besucherstärkste Event im Bezirk Gmünd. Tausende Menschen machen den 340-Seelen-Ort Großschönau an diesen vier Tagen im Jahr zur Energiemetropole. Dahinter stecken teils jahrelange Vorbereitung und unzählige Stunden Arbeit für das BIOEM-Team, das bei der Messe selbst rund 300 Personen zählt – um die Vorbereitung während des Jahres kümmert sich dann ein Bruchteil davon. „Das Team leistet die Hauptarbeit, ist das gesamte Jahr über mit der BIOEM beschäftigt“, betont Schagginger.

„Das Team leistet die Hauptarbeit. Wir haben uns ja alle schon vorher gekannt. Der Übergang war dann nicht so schwer.“Herbert Schagginger zum ersten Jahr als BIOEM-Chef

Der Übergang habe reibungslos funktioniert. „Wir haben uns ja alle gekannt, arbeiten im Verein schon länger zusammen. Es ging nur darum, Prioritäten und verschiedene Ansichten unter einen Hut zu bringen. Die Zusammenarbeit ist sehr gut. Wir haben einen sehr guten Weg beschritten.“

privat
Fotos: Peter Wabra, privat

Vorgezeichnet wurde dieser Weg in vielerlei Hinsicht noch von Josef Bruckner, der auch vor Jahren den Anstoß für das heurige Sonderthema „Biodiversität – wir erhalten unsere Vielfalt!“ gab, das nach jahrelangen Recherchen heuer in Form von etlichen Vorträgen und Vorführungen verwirklicht werden konnte. „Soviel wie er für die BIOEM gearbeitet hat, auf dieses Pensum komme ich bei Weitem nicht. Aber wenn das Team gut funktioniert, lässt sich das kompensieren“, sagt Schagginger, der nicht nur BIOEM-Chef, sondern auch Nahversorger und Feuerwehrkommandant in Großschönau ist, der zur Not dann eben einmal kurz das Geschäft zusperren muss.

„Wir sind die einzige Messe Österreichs auf freiwilliger Basis, die sich so intensiv mit einem Thema beschäftigt. Dabei schaffen wir es auch immer, am Puls der Zeit zu sein.“ Nachsatz: „Wir demonstrieren nicht für ‚Fridays for Future‘, aber wir bringen uns anders und genauso intensiv für den Klimaschutz ein.“

Dazu gibt es acht Schwerpunkte. Mehr als 250 Aussteller präsentieren sich in den Bereichen Bauen & Sanieren, Wohnwelt & Sicherheit, Energie & Umwelt, Gesundheit & Natur, Kinder-Jugend-Familie, Genuss, E-Mobilität und Gartentrends.

Das hochkarätig besetzte Vortragsprogramm bietet viel Wissenswertes zu verschiedensten Themen. Ein hervorgehobener Bereich wird unter dem Motto „Passivhausparcours mit Sanierungsmeile“ zusammengefasst.

Am Donnerstag sendet Radio 4/4 live aus dem Festzelt. Eine Trachtenmodenschau von Elfi Maisetschläger und der NÖN-Stargast „Luke Andrews“, sowie die NÖN-Berglandmilch-Road show runden das Programm ab.