Trauer um Gmünder Altdechanten Katzenschlager. Infolge einer plötzlich aufgetretenen Erkrankung hatte sich der im 81. Lebensjahr noch aktiv gewesene Kirchberger Pfarrer Hermann Katzenschlager seit Anfang Jänner im Krankenhaus und schließlich in Pflege befunden. Am 1. Mai verstarb der frühere Gmünder Dechant.

Von Red. Gmünd. Erstellt am 01. Mai 2021 (20:24)
Pfarrer Hermann Katzenschlager
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„Heute in den Morgenstunden hat Gott unseren Altdechanten Hermann Katzenschlager in die ewige Heimat gerufen“, heißt es auf der Facebook-Seite der Pfarre Gmünd-Neustadt, deren Kaplan Janusz Wrobel seit Ostern wegen der Erkrankung in Katzenschlagers Pfarren Kirchberg, Süßenbach und Weißenalbern als Vertretung ausgeholfen hatte: „Der Herr lohne ihm alles, was er für unser Dekanat Gutes getan hat und lasse ihn Ruhen in Frieden.“

Priesterweihe im Jahr 1963

Hermann Katzenschlager wurde im Jahr 1963 zum Priester geweiht, die Primiz feierte er in seiner Heimatgemeinde Weitra. Danach war er als Kaplan in den Pfarren Sigmundsherberg, Tulln, Stadt Haag und Ottenschlag tätig. Seit 1972 war Hermann Katzenschlager Pfarrer in Kirchberg. In der Folge wurde er Dechant-Stellvertreter und 2002 schließlich Dechant für das damalige Dekanat Weitra, das sich auf das Gebiet der Pfarren zwischen Gmünd und Karlstift erstreckte. 

Sechs Jahre später, als die Dekanate Weitra und Heidenreichstein zum neuen Dekanat Gmünd zusammengelegt wurden, gelangte Katzenschlager an die Spitze des großen neuen Dekanats mit immerhin 32 Pfarren und 33.000 Katholiken. 2016 stellte sich der damals 75-Jährige nicht mehr der Neuwahl, ihm folgte in dieser Funktion sein bisheriger Vertreter – der Schremser Stadtpfarrer Herbert Schlosser – nach.

„Klarer seelsorglicher Auftrag“

„Die Motivation und der Antrieb in der Arbeit als Priester sind der klare seelsorgliche Auftrag, den wir Priester zu erfüllen haben“, sagte Hermann Katzenschlager anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums im Jahr 2013: „Das macht die Priester-Berufung aus.“ Seine Aufgaben erfüllte er tatsächlich nicht als Beruf, sondern mit großer Leidenschaft als Berufung – bis in sein letztes Lebensjahr, ehe ihn eine schwere Erkrankung zum Jahresbeginn 2021 ereilte.