Moorheilbad rüstet qualitativ auf. Station Bildbaum wird um Trakt erweitert: Einzelzimmer- Anteil und Raumangebot für Therapien steigen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 21. Dezember 2017 (05:36)
Markus Lohninger
Die Station Bildbaum wird um einen fünfgeschoßigen Trakt in Richtung des namensgebenden Baumes erweitert.

Kaum ein Jahr vergeht im Moorheilbad Harbach ohne kräftige Investition in die Infrastruktur. Dabei zielt auch die jüngste Baumaßnahme wie schon der jüngste Restaurant-Neubau oder die Generalsanierung im Café Bildbaum auf eine Qualitäts-Verbesserung ab: Für drei Millionen Euro wird bis Herbst 2018 ein Zubau errichtet, der zusätzliche Therapieräume und 29 weitere Einzelzimmer erhalten soll. Dabei bleibt die Bettenanzahl insgesamt unverändert bei 600, weil im gleichen Atemzug Doppelzimmer zu komfortablen Ein-Bett-Zimmern mit Couch umgerüstet werden.

Der neue Trakt wird in fünf Stockwerken an die erst 2010 erweiterte „Station Bildbaum“ angeschlossen, er wird die räumliche Lücke zum denkmalgeschützten Bildbaum schließen. Die unteren zwei Etagen sollen zusätzliche Therapieräume erhalten, die barrierefreien Zimmer kommen in die oberen Stockwerke.

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Geschäftsführerin Karin Weißenböck: „Hohe Auslastung ist das Ergebnis harter Arbeit.“

Mit beiden Schritten wird, wie Geschäftsführerin Karin Weißenböck betont, auf aktuelle Veränderungen reagiert. Einerseits tritt bei Gästen der Wunsch nach Einzelzimmern immer mehr in den Vordergrund, daher werden nach der aktuellen Maßnahme nur noch einzelne Doppelzimmer für Paare regulär angeboten. Zugleich gehe der Trend immer stärker weg von der passiven Therapie zur Bewegungs-Therapie. „Dadurch muss Vorhandenes teils verstärkt und der Trainings-Bereich zusätzlich aufgerüstet werden“, sagt Weißenböck. Auch der vor zwei Jahren gesetzte weitere Behandlungs-Schwerpunkt „Schmerztherapie“ habe den räumlichen Bedarf angehoben.

Der größte Nächtigungs-Betrieb des Waldviertels beschäftigt 450 Mitarbeiter, wobei die Zahl wegen des erhöhten Reinigungsbedarfs durch den Zubau etwas angehoben werden muss. Investiert muss bei einem Haus dieser Größe laufend werden – so wurden erst heuer etliche Zimmer aufgerüstet. „Da die Arbeiten bei laufendem Betrieb stattfinden, muss so behutsam wie möglich vorgegangen werden. Aber es ist wichtig, dass das Haus für eine stabile Auslastung in einem sehr guten Zustand gehalten wird“, sagt Geschäftsführerin Weißenböck, die auch die Qualität des Personals hervorhebt: „Wir haben konstant hohe Gäste- und Patienten-Zufriedenheit. Unsere hohe Auslastung ist das Ergebnis harter Arbeit!“

Lebens.Med St. Pölten erfolgreich angelaufen

Eine positive erste Bilanz zieht Karin Weißenböck auch über das erste Jahr des jüngsten „Babys“ in der Moorheilbad-Harbach-Familie: Das Lebens.Med Zentrum St. Pölten als erstes umfassendes ambulantes Reha-Zentrum Österreichs habe sich als Ergänzung zum stationären Angebot behaupten können, „wir hatten sehr gutes Patienten-Feedback“. Es bietet das selbe Programm wie die stationäre Reha, ist aber ein Angebot an Menschen, die diese nicht stationär absolvieren können oder wollen und die nötige Mobilität und räumliche Nähe haben.

Der nächste Schritt ist hier der Zertifizierungs-Prozess für die Normen ISO 9001 und QMS-Reha. Für das Moorheilbad Harbach sowie dessen Tochterbetriebe Lebens.Resort Ottenschlag und Lebens.Med Zentrum Bad Erlach seien diese erfolgreichen Prozesse, so Karin Weißenböck, heuer „Meilensteine“ gewesen.