Tschechien legt bei Corona-Maßnahmen nach. Verschärfung der Maßnahmen bei den Nachbarn. Ukrainische Arbeiter sorgten für Anstieg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:03)
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Eine rasche Zunahme an Coronavirus-Fällen im südböhmischen Raum hat nun erneut die Notwendigkeit von vorbeugenden Maßnahmen ins Leben gerufen. Dazu gehören neue Regeln für das Tragen von Mundschutz oder die Begrenzung der Besucherzahl bei Massenveranstaltungen.

Mundschutzpflicht besteht ab sofort wieder bei Innenraumveranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern, allerdings nicht für Clubs und Restaurants während des normalen Betriebs. Die maximale Personenzahl wird außerdem von bisher 1000 auf 500 limitiert. Auch das Tragen eines Mundschutzes in medizinischen Einrichtungen, Apotheken oder Ärzte-Wartezimmern wird vielerorts wieder Pflicht.

Der Grund für die Einführung der neuen Regeln ist die rasche Zunahme von Neuinfizierungen. In der Vorwoche gab es täglich mehr als 200 neue Corona-Patienten. Die Situation ist jedoch von Region zu Region stark unterschiedlich. Im Mährisch-Schlesischen Kreis wurden gar einige Maßnahmen gelockert. Eine Zunahme an aktiven Fällen gab es hingegen im Südböhmischen Raum. Die Anzahl erhöhte sich in den letzten Tagen vor allem aufgrund ausländischer Arbeiter. Dazu gehören hauptsächlich in der Region arbeitende Ukrainer. „Im Zeitraum vom 9. bis 18. Juli hatten wir zehn Fälle, von denen sechs aus der Ukraine kamen“, bestätigte die Direktorin der südböhmischen Hygienestation Kvetoslava Kotrbová.

Die Arbeitgeber werden jetzt dazu angehalten, von ausländischen Arbeitnehmern einen negativen Test zu verlangen. Dies gilt vor allem für Arbeiter aus Bulgarien, Rumänien, Portugal und aus den meisten Ländern außerhalb der Europäischen Union.