Wirbel um Baumrodung in Heidenreichstein. Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt Seyfrieds wurde Baumallee auf Anrainerwunsch gefällt. Grüne Gemeinderätin Manuela Schuster kritisiert das Vorgehen und verweist auf Beschwerden anderer Bewohner.

Von Markus Füxl. Erstellt am 20. Mai 2019 (09:50)
In Seyfrieds wurden bei der Ortsdurchfahrt auch die restlichen Linden gefällt.
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Bereits vor wenigen Wochen berichtete die NÖN, dass acht Linden bei der Ortseinfahrt von Seyfrieds gefällt werden mussten. Der Grund: Bei Kanalarbeiten wurden die Baumwurzeln beschädigt, die Sicherheit sei nicht mehr gegeben gewesen. Jetzt wurden vor wenigen Tagen auch die restlichen zwölf Bäume der Allee gefällt.

Die Grüne Gemeinderätin Manuela Schuster meldete sich nach einem Gespräch mit Ortsbewohnern bei der NÖN: "Die Bevölkerung wurde nicht informiert und fühlt sich übergangen. Es ist unfair, wenn man über die Lebensbereiche von Menschen einfach drüberfährt." So sei laut Schuster das Ortsbild zerstört. Außerdem fordert sie einen Gehweg und eine Nachpflanzung der Bäume.

Die Straßenmeisterei hält auf Nachfrage der NÖN dagegen: So sei die Freigabe zum Umschneiden der Bäume ohnehin nur in Absprache mit Anrainern möglich gewesen, weil neue Bäume drei Meter neben der Straße neu gepflanzt werden sollen, erklärt Martin Hiemetzberger, Leiter der Straßenmeisterei Waidhofen.

Was Anrainer, Bürgermeister Gerhard Kirchmaier und Gemeinderätin Manuela Schuster im Detail zu den Arbeiten bei der Ortsdurchfahrt sagen, lest ihr in der kommenden Ausgabe der Gmünder NÖN.