Unvollendetes Pelletswerk in Altweitra hat neuen Eigentümer

Erstellt am 16. September 2022 | 14:38
Lesezeit: 3 Min
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Das in Bau befindliche Pelletswerk in Altweitra steht seit 2019 still und wird jetzt von der Nawaro Energie Betrieb GmbH gekauft. Dieses Unternehmen, dass ab Oktober wieder das Holzkraftwerk im Altweitraer Industriegebiet in Betrieb nimmt, lässt noch offen, ob es hier eine Pelletsproduktion geben wird. Foto: Nawaro
Foto: Nawaro
Die Zukunft des berühmt-berüchtigten Pelletswerkes in Altweitra ist jetzt gesichert.
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Nach einem behördlichen angeordneten Baustopp und der Insolvenz der Betreiberfirma Jito GmbH kauft nun die Nawaro Energie Betrieb GmbH dieses unvollendete Werk, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nawaro-Holzkraftwerk befindet. Das gab Nawaro-Geschäftsführer Hans-Christian Kirchmeier am 16. September bekannt.

„Die Nawaro Energie Betrieb GmbH, ein Leitbetrieb im Bereich Erneuerbare Energien im Waldviertel, erweitert ihren Standort in Altweitra und übernimmt das unvollendete Pelletswerk aus der Insolvenzmasse der Jito GmbH“, heißt es in der aktuellen Aussendung.

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Nawaro-Geschäftsführer Hans-Christian Kirchmeier bestätigt den Kauf des Altweitraer Pelletswerkes. Foto: Nawaro
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„Wenn unmittelbar neben unserem Holzkraftwerk eine derartige Gelegenheit besteht, dann muss man diese wahrnehmen“, betont Kirchmeier. „Wir prüfen jetzt mehrere Optionen, etwa die Pelletsproduktion, aber auch andere Möglichkeiten für die Weiterentwicklung dieses Werkes. Fakt ist, dass wir am Standort die Gesamteffizienz deutlich erhöhen und jedenfalls die Wärme des Holzkraftwerkes nutzen werden.“ Dieses Holzkraftwerk wurde Herbst 2020 wegen den damals fehlenden gesetzlichen Regelungen vom Netz genommen und soll in diesem Oktober wieder in Betrieb gehen.

Vor rund zwei Jahren wurde der Bau des Pelletswerkes in Altweitra eingestellt (die NÖN berichtete mehrfach). Wegen mehreren nicht genehmigten Baumaßnahmen, wie dem 22 hohen Silo oder den sieben Meter hohen Anschüttungen, wurde seitens der Gemeinde Unserfrau-Altweitra ein Baustopp bei diesem Pelletswerk verhängt. Von der Bezirkshauptmannschaft wurden außerdem Auflagen erteilt. Seither steht diese Baustelle still, die Betreiberfirma, die am Firmenhauptsitz in Gars ein Pelletswerk betieben hat, musste Konkurs anmelden.

Laut dem Nawaro-Geschäftsführer wird über eine Besitzgesellschaft das Vermögen aus der Insolvenzmasse gekauft. Nawaro will den Altweitraer Standort weiterentwickeln, wobei das ursprünglich geplante Konzept des alten Eigentümers nicht weiterverfolgt werde: „Auch im Falle einer Pelletsproduktion soll hier ein anderes technisches Konzept umgesetzt werden.“

Die weiteren Schritte seien lauf Kirchmeier schon auf Schiene: „Wir werden sehr rasch mit der Gemeinde, den Anrainern und den Behörden Kontakt aufnehmen, um die weitere Vorgangsweise abzustimmen und rasch die Voraussetzung für einen Produktionsstart zu schaffen, denn wir wollen auch in Zukunft ein positiver Partner in dieser Gemeinde bleiben“, betont Kirchmeier.

„Mit dieser Akquisition stellen wir uns einer weiteren Herausforderung und stärken unser Unternehmen und unseren Standort Altweitra. Damit leisten wir einen zusätzlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien und zum Klimaschutz und schaffen neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region“ ist der Nawaro-Geschäftsführer überzeugt.

Wie die Zukunft des Pelletswerkes in Gars aussehen wird, ist noch offen. „Wir kaufen nur das Altweitraer Werk.“

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