"Herr Primar, darüber reden wir noch“. Landeshauptfrau Mikl-Leitner gratulierte zu 4-Mio.-Euro-Neubau in Harbach. Mit Primar Püspök war noch privat zu plaudern.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. Oktober 2019 (09:31)

Im April wurde das mit modernster Technik, einladendem Foyer und Kapazitäten für bis zu 500 Besucher ausgestattete „Franz Himmer Kongress- und Veranstaltungszentrum“ zum Moorheilbad Harbach wie berichtet in Betrieb genommen, am 11. Oktober wurde es offiziell eröffnet und durch Vikar Herbert Weissensteiner gesegnet.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dankte nach beeindruckender Anreise durch das herbstliche „Klein-Kanada“ – „wir fragten uns einst im Kanada-Urlaub, warum wir eigentlich so weit weg und nicht gleich ins Waldviertel fahren“ – für ein 4-Mio.-Euro-Investment. Es sei ein klares Bekenntnis zum Standort, könne die Rolle des Moorheilbades als Kompetenzzentrum weiter stärken. Das Haus sei Pionier und „unglaublicher Wegbereiter“ im Gesundheitsbereich gewesen, sagte Mikl-Leitner vor dem dicht mit Ehrengästen besetzten Auditorium. Es strahle „weit über Niederösterreich hinaus“, stehe für „Gesundheits-Tourismus und -Kultur auf höchstem Niveau“.

Markus Lohninger
Diskusson über „Gesundheit im Wandel der Zeit“: Moderator Gerald Gross, Primar Johannes Püspök, ORF-NÖ-Chefredakteur Robert Ziegler, Friedrich Faulhammer (Rektor Donau-Uni Krems), Geschäftsführerin Karin Weißenböck, Martin Skoumal (Chefarzt Pensionsversicherungsanstalt) und Elfriede Riesinger (Geschäftsführerin NÖGUS; v.l.).

Das Projekt sei fordernd gewesen, blickte Geschäftsführerin Karin Weißenböck zurück: Im Kerngeschäft zu bauen sei fast Routine, der Hallenbau, der ein weites Bedürfnisfeld abdecke, sei es nicht. Nun steht das Zentrum aber für medizinische Kongresse, Seminare, Mitarbeiter- oder Musik-Events, Firmenfeiern, Hochzeiten oder Bälle offen.

Gleich nach der Feier standen die alljährlichen Orthopädie-Tage an, auch zur Eröffnung spielte die Horizont-Erweiterung eine Rolle: Eine hochbesetzte Runde sprach zur Gesundheit im Wandel, PVA-Chefarzt Martin Skoumal etwa über Visionen für die ambulante „Tele-Reha“ fernab der Zentren – ein Pfeil zeigte in seiner Grafik ins Waldviertel.

Ein vom Ärztlichen Direktor Johannes Püspök vorgestelltes, mehrdimensional bis zur Ziel-Evaluierung gehendes Gesundheitsmodell griff die Landeshauptfrau auf. Ihr Mann habe hier das Privileg der Reha genossen, scherzte sie, jetzt steht der neue Lebensstil am Prüfstand: „Herr Primar, wir reden noch darüber, ob ihr die Ziele wirklich erreicht habt.“