Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

NÖ-Premiere in Gmünd. FILM-EREIGNIS / Regisseur Thomas Roth sowie die Schauspieler Angela Gregovic und Manuel Rubey stellten „Brand“ vor.

Stellten am 29. April im Kino Gmünd erstmals in Niederösterreich den Film „Brand“ vor (von links): Angela Gregovic, Regisseur Thomas Roth, Kinobesitzerin Julia Gaugusch-Prinz und Manuel Rubey.D. LOHNINGER  |  NOEN
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VON DANIEL LOHNINGER

GMÜND / Wien, Linz, Gmünd – das waren die ersten Städte in Österreich, in denen Regisseur Thomas Roth seinen neuen Film „Brand“ vorstellte. Das Stadtkino Gmünd war die Location, in der am 29. April die Niederösterreich-Premiere stattfand. Mit dabei waren neben Roth auch die Schauspieler Manuel Rubey und Angela Gregovic. Sie standen nach dem Film gleich im Kinosaal für Fragen zur Verfügung – die Moderation übernahm NÖN-Redaktionsleiter Dr. Daniel Lohninger.

Das – direkt von der Premiere in Linz angereiste – Künstlertrio zeigte sich vom Gmünder Kino-Publikum begeistert: „Es waren sehr viele gescheite Fragen dabei. Man hat wirklich den Eindruck, dass man in Gmünd sehr um den österreichischen Film bemüht ist.“

Gleich in mehrfacher Hinsicht hat „Brand“ zudem auch einen Waldviertel-Bezug: Wenn der Hauptdarsteller im Film mit seiner Geliebten von Wien nach Niederösterreich flieht, dann landet er in einem Haus in der Göllitz bei Heinrichs. Dort spielen sich dann auch einige der einprägsamsten Szenen des Filmes ab – ein Film, in dem ein Schriftsteller mit Schreibblockade eine Affäre mit der Pflegerin seiner erkrankten Frau beginnt. „Eine Agentur hat uns dieses Haus vorgeschlagen und ich habe sofort zugeschlagen. Die Location passte richtig gut zu diesem Film“, erklärt Roth.

Zweiter Waldviertelbezug: Manuel Rubey, spätestens seit dem Falco-Kinofilm in Österreich bekannt, machte seine ersten Bühnen-Schritte in „Norway Today“ im Wald4tler Hoftheater in Pürbach. „Die Produktion war nicht wahnsinnig gut besucht. Aber ich habe sehr gerne hier gespielt und die Zeit im Waldviertel sehr genossen“, erinnert sich Rubey gern zurück. Derzeit steht er übrigens wieder im Bezirk Gmünd vor der Kamera – gemeinsam mit Robert Palfrader für den TV-Mehrteiler „Braunschlag“.

Gänzlich neu im Film-Business ist hingegen Angela Gregovic, die sich über das extrem positive Feedback bei den Premieren sehr freute: „Es ist atemberaubend, einfach fantastisch.“ Besonders gereizt an dem Film habe sie, dass er sich „in der extremsten Form mit den Fragen nach dem Glauben beschäftige.“

Zufrieden mit der NÖ-Premiere zeigte sich auch Kinobesitzerin Mag. Julia Gaugusch-Prinz: „Wir bemühen uns, in den Waldviertler Kinos immer anspruchsvolle Filme abseits von Hollywood einzusetzen. Wenn wir dann noch Unterstützung durch Regisseur und Hauptdarsteller bekommen, so ist dies ein kräftiges Signal für die vielen tollen kleine Filme.“

Zu sehen ist „Brand“ im Kino Gmünd auch noch diese Woche.