Sorgen um Lainsitz-Altarm . Gmünder beklagt die „Zeugnisse der Zivilisationsgesellschaft“.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 09. April 2021 (05:27)

In Zeiten von „Fridays for Future“ und „Climate Change“ macht ein Gmünder auf „erschreckende Zeugnisse der Zivilgesellschaft“ aufmerksam: Inmitten der hoch geschützten Lainsitzniederung breitet sich allmählich eine weitläufige Müllhalde aus, die mit fallendem Wasserspiegel ihr ganzes hässliches Gesicht zeigt.

Im Mündungsbereich von Braunaubach und Lainsitz könne er noch Kunststoffmüll jeglicher Art einsammeln und entsorgen, spätestens im Bereich des Lainsitz-Altarms parallel zur Grillensteiner Straße erschöpfe sich seine Kapazität jedoch. „Von kleinsten Plastikfetzen über Flaschen, Reifen, Fässer, Styropor… findet sich hier alles, was schwimmen kann“, mahnt er, und untermauert das mit etlichen Fotos. Auf einem einzigen Bild ist die Menge gar nicht erfassbar. Es brauche Maßnahmen, um die Plastikdeponie einzudämmen.

Was also tun gegen die Plastikflut? Man sei sich des Problems absolut bewusst, sagt Gmünds Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP) zur NÖN. Sie spricht von einem laufenden Ideenfindungs-Prozess hinsichtlich des Hochwasserschutz-Projektes, das heuer wie berichtet nach längerer Pause im Bereich der Böhmzeile/Mühlgasse fortgesetzt werden soll. „Dabei steht natürlich auch die Frage des künftigen Schutzes im Mündungsbereich inklusive einer Neugestaltung des Gemündes im Raum“, sagt Rosenmayer, „genauso wie die Frage, wie wir solche Ansammlungen künftig vermeiden werden können.“