Polizist nach Dienstschluss betrunken am Steuer: Crash

Nach Dienstschluss genehmigte sich Polizist aus dem Lainsitztal einige Bierchen. Mit 1,4 Promille lenkte er Auto - und baute bei Ehrendorf einen Unfall mit einem Schwerverletzten.

Jutta Hahslinger Erstellt am 24. September 2021 | 19:26
Bier Alkohol Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Photographee.eu

Sichtlich beschämt legte der Polizeibeamte beim Strafprozess in Krems wegen fahrlässiger Körperverletzung ein reumütiges Geständnis ab. Der 44-Jährige aus dem Lainsitztal gab zu, dass er am 9. März dieses Jahres auf der Heimfahrt in Ehrendorf (Gemeinde Großdietmanns) auf die Gegenfahrbahn gekommen und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert sei.

„Nach Ende des Nachtdienstes bin ich noch einkaufen gegangen und dabei habe ich einen alten Freund getroffen. Wir haben geredet und einige Bierchen getrunken“, schilderte der 44-Jährige.

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„Einige Bierchen zu viel, wie der Alkoholtest mit 1,4 Promille gezeigt hat“, kommentierte die Richterin harsch.

Opfer kündigt auch zivilrechtliche Schritte an

Das unschuldig zum Handkuss gekommene Opfer (63) erlitt mit einem zertrümmerten Fersenbein eine schwere Verletzung, Folgeschäden sind nicht auszuschließen. Der Pensionist kündigte zivilrechtliche Schritte (Schmerzensgeld) an. Die Beifahrerin kam mit Prellungen glimpflich davon, während der Alkolenker mit einem Wirbelbruch auch schwer verletzt wurde.

Das Fehlverhalten kommt den Polizisten und zweifachen Familienvater teuer zu stehen: Ein Strafverfahren, er muss für die Schäden an beiden Autos aufkommen, Führerscheinentzug und Schmerzensgeldzahlungen.

Der bislang unbescholtene Waldviertler wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu sechs Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 5.000 e verurteilt. Nicht rechtskräftig.