Keine Angst vor gelbem Regen. Wenn der Wald blüht, atmen Allergiker auf. Aber: Bald kommen die Gräser!

Von Petra Suchy. Erstellt am 14. Mai 2015 (06:00)
NOEN, shutterstock/ Brian Maudsley
Wenn der Wald blüht, dann staubt es - wie derzeit in sehr dichtem Gelb. Für Allergiker sind die Pollen von Fichte und Kiefer (Bild: Mittelmeerkiefer) allerdings wenig belastend.

Jährlich schwankende Blüh- und Fruchtbildungs-Rhythmen sind ein typisches Merkmal vieler mitteleuropäischer Waldbäume. Bei starker Blüte sprechen Experten von sogenannten „Mastjahren“.

Seit Tagen lagern sich auch im Bezirk Kiefern- und Fichtenpollen als gelber Schleier auf Autodächern, Balkonmöbel, Teichen und anderen Außenflächen ab.

Gräser stehen bereits in "Blühbereitschaft"

Allergiker schlagen auf das Phänomen allerdings kaum an. „Kiefer- und Fichtenpollen zählen nicht zu den Hauptallergenen wie Erle oder Birke. Es gibt dagegen auch keine Hyposensibilisierung, also keine spezifische Immuntherapie“, erläutert der Gmünder Lungenfacharzt Harald Vorbach.

Wetterbedingt sei die Pollenbelastung im Bezirk heuer noch relativ gering gewesen. In Blühbereitschaft stehen nun aber die Gräser. Vorbach: „Der Pollenwarndienst verzeichnet in Wien oder St. Pölten schon eine mittlere Gräser-Belastung. Das Waldviertel folgt tendenziell 10 bis 14 Tage später.“